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SUMMARY:Merkt ihr nischt! – Lesung antifaschistischer Texte | Chemnitz
DESCRIPTION:Zusammengestellt und vorgetragen von Mike Melzer (Bildungsreferent) \n„Das Gedächtnis der Menschheit für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz.“ \nSo kommentierte 1952 Bertolt Brecht das Wiedererstarken der Faschisten und Kriegstreiber im Westen Europas. Aber sollte im Angesicht des heutigen ansteigenden Rassismus und Chauvinismus und dem Erstarken von rechtsradikalen Parteien nicht auch an die Menschen erinnert werden\, die sich diesem Wahnsinn entgegenstellten? \nIm Programm werden neben den berühmten Dichtern der 1930er Jahre wie Brecht und Tucholsky auch weniger bekannte Namen wie Jura Soyfer\, Theodor Kramer und Horst Lommer durch ihre Texte zu hören sein. Ebenso entstanden in den Gefängnissen und Konzentrationslagern des Nationalsozialismus Kunstwerke\, welche uns Nachgeborenen nicht nur Erinnerung\, sondern auch Aufruf zum Widerstand sein sollen. Sie beeindrucken tief durch ihre Menschlichkeit und ihren Lebensmut in unmenschlicher Umgebung. \nAuch entstanden auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkrieges und bei den Partisan*innen vor allem Lieder\, welche zum Teil bis heute als Hits bezeichnet werden können. \nDieses Programm will aus allen diesen ein Kaleidoskop formen\, das in vielen Farben strahlt\, und den Zuhörenden damit Mut\, Hoffnung und Zuversicht geben für den Kampf um Freiheit und Frieden. \nDiese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. \nOrt\nSoziokulturelles Zentrum QUER BEET\nRosenplatz 4\n09126 Chemnitz \nWeitere Informationen
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SUMMARY:Lesung und Diskussion: Nora Goldenbogen: Seit ich weiß\, dass Du lebst | Dresden
DESCRIPTION:Lesung mit Dr. Nora Goldenbogen und Gespräch mit Staatsministerin Petra Köpping\nModeration: Dr. Caroline Förster\, Dresdner Geschichtsvereins e.V.\n\n\nZum Buch\n\n„Seit ich weiß\, dass Du lebst“. Dieser Satz prägte\, sprachlich variiert\, vielfach den Briefwechsel meiner Eltern zwischen Juni und November 1946. Damals lebten sie tausende Kilometer getrennt voneinander und hatten gerade erst erfahren\, dass alle beide überlebt hatten. \nKennengelernt hatten sie einander 1934 im Pariser Exil – Vater\, ein deutscher politischer Emigrant\, und Mutter\, eine rumänische Jüdin\, die in Frankreich neu anfangen wollte. Ihre Ende September 1935 in Bukarest geschlossene Ehe galt als „Rassenschande“ und konnte als Verbrechen geahndet werden. Aufgrund einer Denunziation gerieten sie ins Visier der Gestapo in der Deutschen Gesandtschaft in Bukarest. Der nationalsozialistische Verfolgungsapparat begann zu arbeiten. Sie wurden getrennt. Erst Ende 1946 trafen sie einander in Dresden wieder. \n„Dies ist die Geschichte meiner Eltern Netty und Hellmut Tulatz. Ich habe mich bemüht\, sie möglichst eng an den vorhandenen historischen Quellen und Dokumenten zu erzählen. Trotzdem ist es letzten Endes meine persönliche Sicht\, die ich in diesem Buch aufgeschrieben habe. Dessen bin ich mir mittlerweile sehr bewusst. Aber vielleicht ist das generell so\, wenn man die Geschichte anderer Menschen nacherzählt. Immer wieder habe ich mich während der Arbeit an diesem Buch gefragt\, warum es mir so wichtig geblieben ist\, ihrer Geschichte nachzuspüren und sie niederzuschreiben. Zum einen hat das sehr viel mit mir selbst zu tun. Ich bemerke schon seit längerer Zeit\, wie stark ihre Lebenserfahrungen und ihre Maßstäbe auch mich geprägt haben. \nZum anderen berührt mich schon seit längerer Zeit sehr unangenehm\, wie unbarmherzig oder zumindest oberflächlich in unserem Land nicht selten die Bewertung von Lebensgeschichten erfolgt – auch in vielen Medien. Vielleicht kann dieses Buch dazu beitragen\, das zu ändern.“ Nora Goldenbogen \n\nOrt: \nKirchsaal Kanonenhof\nder Evangelisch-reformierten Gemeinde\nBrühlscher Garten 4\n01067 Dresden\n(Eingang vom Park aus linksseitig des Bärenzwinger e. V.)\n\nAnmeldung erbeten bis 12.8.2024 unter: lvs-jued.gemeinden@t-online.de oder\nTel. 0351/656-07-11 \nEine Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde zu Dresden und des Landesverbands Sachsen der Jüdischen Gemeinden
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