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SUMMARY:Herbstschule: Das Gerücht über die Anderen #2026 | Dresden
DESCRIPTION:Ökonomische Mythen & Abwertende Narrative im Kapitalismus\n\nHerbstschule mit Film & Gespräch\, Werkstattbericht\, Vortrag und Gedenkstättenbesuch zu Antisemitismus\, Ableismus und Rassismus gegen Sinti* und Roma*  \nDas Programm der Herbstschule ist stufenlos zugänglich und rollstuhlgerecht. Das Zentralkino\, der Bus der Exkursion sowie die Gedenkstätte sind barrierearm zugänglich und ermöglichen eine uneingeschränkte Teilnahme. \nIn dieser Gegenwart werden Menschen des Menschseins beraubt: Geschliffen werden die erkämpften Arbeitsrechte\, die Aufenthaltsrechte\, die Daseinsfürsorge\, die Gesundheitsversorgung\, die Unschuldsvermutung\, die Selbstverständlichkeit des Seins. \nDie Arbeitsfähigkeit und nicht das Sein misst dem Menschen seine Berechtigung bei. Wer nicht arbeitet\, soll auch nicht essen. Der Mensch wird in dem Sinne gegen den Menschen in Stellung gebracht. Das wollen wir theoretisch und am Leben von Menschen in der Geschichte und Gegenwart diskutieren: Wie sind die Traditionslinien im Antisemitismus\, Ableismus\, Sozialchauvinismus und Rassismus gegen Sinti* und Roma*? \nSozialkürzungen werden oft als „harte Notwendigkeit“ verkauft\, sind aber diskriminierungsverschärfende Politik\, wenn sie systematisch diejenigen treffen\, die bereits weniger Schutz und Anerkennung erfahren. Im Kern geht es dabei um die Frage: Wer wird als „würdig“ konstruiert – und wer nicht? Wer ist Teil der Gemeinschaft und was für eine Gemeinschaft braut sich da zusammen? \nEinfache Erklärungen sind gefährlich. Die Herbstschule will einen Ort bieten\, um sich nicht in verkürzten und regressiven Argumentationen zu verharren und selbst Teil von Regression\, Populismus und Repression zu werden. \nDie Herbstschule und die Exkursion bieten Analysen\, Reflexion und Raum für Austausch und Organisierung. \nTAG 1 \nDonnerstag: 03.09.26\, 16 Uhr – 21 Uhr\, Zentralkino · Kraftwerk Mitte 16 · 01067 Dresden \n16 Uhr: Begrüßung \n16:15 – 18:30 Uhr: Weder bekannt\, noch anerkannt\nBiografische Recherchen\, Film und Gespräch mit der Filmemacherin\, Fotografin und Journalistin Allegra Schneider (Bremen) und Leonardo Bajrić (angefragt)  \nDas erste Panel erinnert der Verfolgung und Vernichtung der Roma* und Sinti* im Nationalsozialismus und verbindet die historische Verfolgung mit den Forderungen nach Bleiberecht und der Kritik an Abschiebungen der Roma* in Europa heute. Das Panel debattiert anhand der Filme „Nur die Wände“ (2026) und „Heimweh“ (2025) die Situation von Roma*\, deren Familienangehörige in Konzentrationslagern verfolgt und ermordet wurden bzw. Zwangsarbeit leisten mussten und heute von Abschiebung bedroht sind – denen Asyl in Deutschland verwehrt ist. \n18:30 Uhr: Pause und Snack \n19:00-19:30 Uhr: Die ehemalige Städtische Arbeitsanstalt Leipzig als aktiver Erinnerungsort“ und die Werkstattaustellung „Ausgrenzung\, Arbeitszwang und Abweichung“ \nWerkstattbericht von der Initiative Riebeckstraße 63 \nIm Jahr 1892 wurde im Leipziger Ortsteil Reudnitz-Thonberg die »Zwangsarbeitsanstalt zu St. Georg errichtet«\, die zur Unterbringung und Disziplinierung von Obdachlosen\, Armen und weiteren sozialen Randgruppen diente. Vom Kaiserreich über die Weimarer Republik\, den Nationalsozialismus und die DDR bis heute wurden der Gebäudekomplex mit insgesamt 28.000 m² durchgängig genutzt. Während der NS-Zeit war die Städtische Arbeitsanstalt als kommunaler Akteur an der Verfolgung und Verwahrung von als asozial stigmatisierten Gruppen und politischen Gegner*innen beteiligt. Zudem diente das Gelände als Sammelstelle für Jüdinnen und Juden\, die von hier in die Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert wurden\, sowie als zentrale Verteilerstelle von NS-Zwangsarbeit. In der DDR wurden die Gebäude u.a. als Psychiatrie und als geschlossene Venerologische Station benutzt\, in der Mädchen und Frauen über Wochen gegen ihren Willen festgehalten und zwangsweise auf Geschlechtskrankheiten untersucht wurden. Der Werkstattbericht geht auf die verschiedenen historischen Aspekte der Riebeckstraße 63 ein und gibt einen Einblick in die Aktivitäten des Initiativkreises zur Etablierung eines aktiven Gedenkens am historischen Ort der ehemaligen Arbeitsanstalt. \n19:30 -21 Uhr: „Krise\, Kapital und Klischees – Antisemitische Bilder in Kapitalismuskritik und Popkultur“\nVortrag von Martin Seng (Politik- und Literaturwissenschaftler\, freier Journalist und Bildungsreferent) \nAngesichts von globalen Konflikten\, sozialer Ungleichheit und Klimakrise wächst das Bedürfnis nach Erklärungen für die Krisen des Kapitalismus. Dabei werden strukturelle Probleme häufig auf vermeintlich mächtige Einzelpersonen oder Gruppen projiziert. Antisemitische Stereotype spielen hierbei bis heute eine zentrale Rolle. Der Vortrag von Martin F. Seng beleuchtet\, wie solche Bilder in Film und Popkultur tradiert werden\, und analysiert ihre Wirkung anhand ausgewählter Beispiele mit anschließender Diskussion. \nModeration durch den Tag: Madeleine Weis \nTAG 2 \nFreitag\, 04.09.26\, 9:00 – 15:30 Uhr:  Exkursion und Rundgang durch die Gedenkstätte Großschweidnitz mit Christoph Handzig  \nExkursion mit einem Reisebus (berollbar) von Dresden-Neustadt zur Gedenkstätte Großschweidnitz \nDie Gedenkstätte Großschweidnitz erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde in der Landesanstalt Großschweidnitz. Über 5500 Frauen\, Männer und Kinder wurden durch überdosierte Beruhigungsmittel\, Unterernährung und mangelnde Pflege ermordet. Über 2000 Menschen kamen von Großschweidnitz aus in die Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein und wurden dort getötet. \nSeit 2012 bemühte sich der Verein Gedenkstätte Großschweidnitz e. V. mit Unterstützung der Gemeinde Großschweidnitz um die Schaffung eines würdigen Erinnerungsortes an die Opfer der NS-Krankenmorde.  Am 13. Mai 2023 konnte die Gedenkstätte Großschweidnitz als Arbeitsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten eingeweiht werden. \nDie Dauerausstellung der Gedenkstätte befindet sich im ehemaligen Pathologiegebäude der Landesanstalt Großschweidnitz. Auf dem umliegenden Anstaltsfriedhof erinnern ein Gedenkstein sowie Namenstafeln an die dort bestatteten Menschen\, die zwischen 1939 und 1945 Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde wurden. \nMittagessen (inklusive vegan) \nAnmeldung: anmeldung@hatikva.de\, es ist möglich\, nur an einem Tag teilzunehmen\, schöner sind natürlich zwei \nEine Veranstaltung in Kooperation von:  \nHATiKVA – Bildungs- und Begegnungsstätte für Jüdische Geschichte und Kultur e.V. im Rahmen des Innovationsprojekts: Ökonomische Mythen und Projektion – Präventive Bildungsarbeit gegen wirtschaftlich begründeten Antisemitismus und dem Fachnetzwerk Antiziganismus/Antiromaismus bei Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e.V.\, sowie der Gedenkstätte Großschweidnitz/Stiftung Sächsische Gedenkstätten \nMit Unterstützung: der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (sLAG) und dem Bündnis gegen Antisemitismus in Dresden und Ostsachsen (BgA) \nWeitere Informationen & Anmeldung 
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SUMMARY:Demokratische Visionen – Mit klarer Haltung für gesellschaftlichen Wandel | Leipzig
DESCRIPTION:Genau so wie in der Gesellschaft insgesamt ist es selten einfach\, in der eigenen Organisation Entscheidungen demokratisch zu treffen und dabei unterschiedliche Bedürfnisse\, Erfahrungen und Positionierungen produktiv miteinzubeziehen. Gleichzeitig prägt die Art\, wie ihr intern Entscheidungen trefft\, maßgeblich die Glaubwürdigkeit und Wirksamkeit eurer demokratischen Arbeit nach außen. \nIn diesem Workshop bekommt ihr Einblicke in gesellschaftliche Transformationsprozesse\, ihre Dynamiken und die Rolle zivilgesellschaftlichen Engagements darin. Aufbauend darauf entwickelt ihr eure eigene Vision für eine wünschenswerte Zukunft weiter und arbeitet daran\, sie klar und überzeugend zu vermitteln. Aus dem Wissen über die eigenen Werte und Zukunftsvision entsteht eine demokratische Haltung\, die wir gemeinsam weiterentwickeln und reflektieren wollen\, sodass sie euch in eurer Arbeit stärkt. Ziel des Workshops ist es\, eure eigene Position bewusster zu schärfen und euch darin zu unterstützen\, orientiert und langfristig wirksam zum gesellschaftlichen Wandel beizutragen. \nDie Veranstaltung ist Teil der 6-teiligen Workshopreihe „Gestärkt durch die Krise“ – eine Kooperation von Konzeptwerk Neue Ökonomie und Konfliktpotential. \nZielgruppe\nDas Training richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche aus den Feldern Stadtteilarbeit\, Soziokultur\, Integrations-\, Bildungs- und Begegnungsarbeit \nSeminarssprache\nDie Arbeitssprache ist Deutsch. Sollte es diesbezüglich Hürden geben\, sagt uns gern Bescheid. \nTrainer*innen\nJohanna Kolberg und Max Bömelburg \nTeilnahmebeitrag\n60 Euro (regulär / Organisationen)\n35 Euro (ermäßigt / nach Selbsteinschätzung)\nWir möchten allen eine Teilnahme ermöglichen – bitte prüft\, welcher Betrag für Euch möglich ist und sprecht uns an bei finanziellen Hürden. \nVerpflegung\nGemeinsame vegane Mittagsverpflegung vor Ort möglich (optional) \nAnmeldung\nPer E-Mail an workshopbuffet@konfliktpotential.org \nPöge–Haus (barrierarm\, Infos hier!)\nHedwigstr. 20\, 04315 Leipzig \nTeil der Workshopreihe Gestärkt durch die Krise – eine Kooperation von Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V. und Konfliktpotential \nWeitere Informationen
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SUMMARY:Exkursion zur Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein | Dresden\, Pirna
DESCRIPTION:Wir laden herzlich ein zu einer gemeinsamen Exkursion in die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein – ein historisch bedeutender Ort der Erinnerung und politischen Bildung. \nDie Gedenkstätte erinnert eindrücklich an die mehr als 13.700 Menschen mit psychischen Erkrankungen und geistigen Behinderungen\, die hier in den Jahren 1940 und 1941 von den Nationalsozialisten ermordet wurden – vor allem im Kontext der „Aktion T4“. Darüber hinaus starben hier zahlreiche Häftlinge aus Konzentrationslagern im Zuge der sogenannten „Sonderbehandlung 14f13“. Die Dauerausstellung dokumentiert diese Verbrechen am authentischen historischen Ort. \nIm Rahmen einer zweistündigen Führung durch die Mitarbeiter:innen der Gedenkstätte erfahren wir die historischen Hintergründe der ehemaligen Pflege- und Heilanstalt und sprechen an einem Ort des Erinnerns über Mechanismen von Ausgrenzung\, staatlicher Gewalt und Menschenverachtung. \n\nWir treffen uns 12:30 Uhr im Herbert-Wehner-Haus und laufen dann gemeinsam zum Bahnhof Mitte. Abfahrt am Bahnhof Dresden-Mitte 12:52 Uhr mit der S-Bahn.\nAnkunft am Bahnhof in Pirna 13:21 Uhr\nBusfahrt bis Haltestelle Landratsamt Pirna\nAnkunft an der Gedenkstätte 13:50 Uhr \nAuch die eigene Anreise ist möglich. Wir treffen uns 13:50 Uhr vor dem Eingang zur Gedenkstätte. \nWeitere Informationen & Anmeldung 
URL:https://devtolsax.blackblog.eu/veranstaltung/exkursion-zur-gedenkstaette-pirna-sonnenstein-dresden-pirna/
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SUMMARY:Ausstellungseröffnung "Von Lücken zu Spuren: Jüdisches Leben in Pirna und dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge" | Pirna
DESCRIPTION:Das StadtMuseum Pirna zeigt in Kooperation mit dem AKuBiZ e. V. von September bis Dezember 2026 die Ausstellung „Von Lücken zu Spuren: Jüdisches Leben in Pirna und dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge“. Im Rahmen des Projekts\, das Teil des Programms „TACHELES: Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“ ist\, werden die Besucher*innen auf eine historische Reise durch die jüdische Geschichte der Stadt und des Landkreises geführt. \nDie Ausstellung bietet einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum jüdischen Leben in Pirna und der Region. Der Fokus liegt auf allgemeinen Entwicklungen\, wie dem Wandel der jüdischer Bevölkerungszahlen in Pirna/im Landkreis\, der Präsentation ausgewählter Biografien und konkreten Ereignissen\, wie zum Beispiel der Einführung des jüdischen Religionsunterrichts in Pirna. \nOrt\nStadtmuseum Pirna\, 2\, Klosterhof\, Pirna\, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge\, Sachsen \nWeitere Informationen
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