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SUMMARY:Fachtag: Esoterik und Rechtsextremismus – Geschichte und Gegenwart einer Liaison | digital
DESCRIPTION:Nicht erst seit der Corona-Pandemie zeigt sich\, dass in der esoterischen Szene menschenfeindliches Gedankengut weit verbreitet ist – verbunden mit einer tiefsitzenden Abneigung gegenüber der Moderne und der Aufklärung\, und verbunden auch mit einer Anfälligkeit für Verschwörungsideologien und Antisemitismus. \nIn der Veranstaltung wollen wir uns zunächst genauer mit den Brücken zwischen Esoterik und Rechtsextremismus beschäftigen: Welche Inhalte hat das Gedankengut\, das in der Szene populär ist? Welche Rolle spielt die sogenannte „Alternative Medizin“ und die Ablehnung der Naturwissenschaften für die Esoterik? \nIm Anschluss geht es um die Ideengeschichte der rechten Esoterik. Denn rechtsesoterisches Denken war schon in seinen Anfängen im 19. Jahrhundert für Rassismus und Antisemitismus anfällig. Wir wollen fragen: Was hat es auf sich mit den sogenannten „Wurzelrassen“? Diese wurden als ideologisches Konstrukt popularisiert von Helena Blavatsky\, der vielleicht wichtigsten frühen Vordenkerin der Esoterik. Und welche Bedeutung haben esoterisch-obskurantische Ideen wie die sogenannte „Ariosophie“ für die Frühgeschichte des Nationalsozialismus? \nZum Abschluss wollen wir uns austauschen über praktische Erfahrungen aus der Auseinandersetzung mit rechter Esoterik. Wie kann Beratung und Bildung zu diesem Thema gelingen\, und (wie) unterscheiden sie sich im Vergleich zur Arbeit gegen herkömmlichen Rechtsextremismus? \nDie Online-Veranstaltung ist eine Kooperation der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus\, der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) und des Bundesverbands Mobile Beratung e.V. \nAblauf\n\n\n\n13:30 \nBegrüßung\n\n\n13:45\nInput 1: Esoterik – zwischen Aufbruch und Unterwerfung  \n\nAndreas Speit\, Journalist\n\n\n\n\n14:50\nKurze Pause \n\n\n15:00\nInput 2: Vril\, Wurzelrassen\, Weltverschwörung. Die Ideengeschichte der rechten Esoterik \n\nDr. Judith Bodendörfer\, Religionswissenschaftlerin\, Projektleiterin von KONVERS – Netzwerk politische Bildung gegen Verschwörungsideologien der Georg-von-Vollmar-Akademie e.V.\n\n\n\n\n15:45\nPause\n\n\n16:00\nGespräch: Beraten gegen rechte Esoterik\, beraten gegen Rechtsextremismus?  \n\nLaura Schenderlein\, Mobile Beraterin gegen Rechtsextremismus in Brandenburg\nFlorian Teller\, FARN – Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz\nMatthias Pöhlmann\, Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen\, Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern\n\nModeration:  Sarah Ullrich\, Journalistin\n\n\n17:20\nAbschluss und Verabredungen\n\n\n\nZum Programmflyer (PDF)\nAnmeldung\nDie Veranstaltung richtet sich an Engagierte gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bzw. Rechtsextremismus sowie an Menschen aus Beratungsstellen für Religions-\, „Sekten-“ und Weltanschauungsfragen. \nWir bitten um eine Anmeldung bis zum 10. September 2024 unter https://bagkr.de/anmeldung-esoterik-und-rechtsextremismus/ \nDie Zugangsdaten zur Onlineveranstaltung erhalten Sie 1-2 Tage vor dem Termin. \nWeitere Informationen
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SUMMARY:Fachtag: "GrenzOrdnungen - Welche Funktionen übernimmt antimuslimischer Rassismus in Deutschland und Europa? | Berlin und Livestream
DESCRIPTION:Liebe Kolleg*innen\,\nLiebes interessiertes Fachpublikum\, \nunter dem Titel „GrenzOrdnungen – Welche Funktion übernimmt antimuslimischer Rassismus in Deutschland und Europa?“ lädt das Kompetenznetzwerk zur Fachtagung am 27.09.24 nach Berlin\, ins Spielfeld Digital Hub\, ein. Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache und Gebärdendolmetschung statt und wird live übertragen. Melden Sie sich jetzt über unten stehendes Formular an. \nZur Fachtagung: Wir erleben seit vielen Monaten einen deutlichen Rechtsruck in den politischen und medialen Debatten\, in denen antimuslimische Narrative besonders weit verbreitet sind. Es wird gezielt mit antimuslimischen Stereotypen gearbeitet\, um von gesamtgesellschaftlichen und sozialen Herausforderungen abzulenken und die Verantwortung auf Minderheiten und bereits benachteiligte Gruppen unserer Gesellschaft abzuschieben. Sei es bei der Verlagerung von Antisemitismus auf einzelne muslimisch-markierte Gruppen oder bei der Mobilisierung für eine härtere Asyl-\, Einwanderungs- und Abschiebungspolitik. \nDiese rechten Diskurse und Argumentationsfiguren sind auch in der Mitte der Gesellschaft und über Parteigrenzen hinweg verbreitet. Auch in Folge dieser Diskurse werden in Deutschland lebende Muslim*innen und muslimisch gelesene Menschen tagtäglich zur Zielscheibe von Hass\, Diskriminierung und Übergriffen mit steigender Zahl der dokumentierten Vorfälle. Trotzdem erfährt das Problem des antimuslimischen Rassismus nicht die erforderliche politische und gesellschaftliche Aufmerksamkeit\, um dieser Entwicklung wirksam entgegenzutreten. \nWelche Rolle spielt antimuslimischer Rassismus bei aktuellen politischen Themen rund um Migration und Abschottung? Wie wird antimuslimischer Rassismus in der Mobilisierung rechter Diskurse und im Kontext von Wahlkämpfen eingesetzt? Was ermöglicht Solidarisierung gegen diese Diskurse und Politiken – und welche Formen der Solidarisierungen und Bündnisse brauchen wir? \nDazu werden u. a. sprechen: \n\nProf. Dr. Donatella Di Cesare – Professorin für Philosophie an der Universität La Sapienza\nProf. Dr. Vassilis S. Tsianos – Professor für Soziologie an der Fachhochschule Kiel\nKarima Benbrahim – Leiterin der Fachstelle Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in NRW (IDA-NRW)\nDerviş Hızarcı – Vorsitzender die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA)\nPeggy Piesche – Leiterin des Fachbereichs „Politische Bildung und plurale Demokratie“ der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB)\n\nWir freuen uns zudem auf Begrüßungsworte von Reem Alabali-Radovan – Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus – sowie von Melanie Haas – Leiterin der Abteilung Demokratie und Engagement im Bundesministerium für Familie\, Senioren\, Frauen und Jugend. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nDownload Programm\n\nWeitere Informationen & Anmeldung
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SUMMARY:Jüdisches Leben erFahren | Weißwasser
DESCRIPTION:Unser Projektteam „Jüdisches Leben erFahren”\, hat den Auftrag vom Land Sachsen\, eine Konzeption für ein mobiles Kultur -und Begegnungszentrum zu entwickeln\, das landesweit jüdisches Leben\, jüdische Kultur und Geschichte lebendig und vielfältig darstellt. Die lang ersehnte Generalprobe für das Projekt erfolgt vom 29.September bis 1. Oktober in der Stadt Weißwasser in der Oberlausitz. Zum musikalischen Rahmenprogramm werden unter anderem gehören: \n  \n– Musikalische Lesung „Jerusalem“ mit Küf Kaufmann mit dem Trio Klangprojekt \n– Marimbaphon-Musik von Alex Jacobowitz \n– Chansonprogramm: „Die Damen und Herren Daffke“ \n– Jewish Folk Music von Yael Gat und der Band Folkadu \n  \nZu den weiteren Highlights\, die wir mit unseren Partner*innen in Weißwasser planen\, zählen: \n  \n– Sonderausstellung zum ersten Ehrenbürger Weißwassers\, dem jüdischen Unternehmer Joseph Schweig im Glasmuseum \n– Kinderbuchausstellung zu jüdischem Leben in der Stadtbibliothek Weißwasser \n– Wanderausstellung „Jüdisches Leben in der Oberlausitz“ (Kulturforum Görlitzer Synagoge) in der Hafenstube Telux \n– Interaktive digitale Zeitzeug:inneneninterviews (Frag-nach-Projekt der Deutschen Nationalbibliothek) \n– Fahrradtour zu „jüdischen Orten“ in Weißwasser mit Marko Schmidt \n  \nEine Gruppe von Pädagoginnen und Pädagogen aller Schulformen erarbeitet zudem für das mobile Zentrum zielgruppenspezifische Handreichungen. Diese sollen den Schulen und Kitas in Weißwasser zur Verfügung gestellt und dort getestet werden. Bei Fragen zum oder Interesse am Projekt schreiben Sie uns an: erfahren@ariowitschhaus.de \n\nSonntag\, 29. September\nab 14 Uhr: Stadttour zu Erinnerungsorten jüdischen Lebens in Weißwasser\nab 17 Uhr in der ev. Kreuzkirche Weißwasser: Auftaktveranstaltung mit musikalischer Lesung\n\n\n\nMontag\, 30. September\nab 13 Uhr: Fragestunde mit Landesrabbiner Zsolt Balla und Pfarrer Lars Städter auf dem Marktplatz\nab 15 Uhr: Workshops für junge Menschen im SKZ Telux\, u.a. zu den Themen „Jüdisch und Queer“\, „Antisemitismus und Fußball“ und „Leben in Israel“\nab 18 Uhr im Glasmuseum: Konzert „Wie werde ich reich und glücklich? – Ein musikalischer Handlungsvorschlag“ Die Damen und Herren Daffke – Chansons der 1920er Jahre\n\n\nOrt: Weißwasser \nDas Modellvorhaben wird gefördert durch das Programm Weltoffenes Sachsen des Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. \nWeitere Informationen
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SUMMARY:5 Jahre danach: Der Anschlag von Halle und seine Folgen für Betroffene und Gesellschaft | Dresden
DESCRIPTION:ACHTUNG: abweichender Veranstaltungsort: AZ Conni \n\n\nAn Jom Kippur 5780\, den 9. Oktober 2019\, versuchte ein mit mehreren Feuerwaffen und Sprengsätzen bewaffneter Attentäter in die Synagoge von Halle an der Saale einzudringen\, um am höchsten jüdischen Feiertag einen Massenmord an den mehr als 50 anwesenden Jüdinnen:Juden zu begehen. Als dies durch das geistesgegenwärtige Handeln eines Sicherheitsmitarbeiters und viel Glück misslang\, erschoss der Attentäter die Passantin Jana L.\, die ihn vor der Synagoge angesprochen hatte. Von der Synagoge fuhr er anschließend zum 500 Meter entfernten KiezDöner\, dessen Mitarbeiter*innen und Kund*innen er mit Sprengsätzen und Schüssen attackierte. Dort erlag Kevin S. den Schüssen des Angreifers. Bis dieser schließlich nach mehr als eineinhalb Stunden von der Polizei gefasst werden konnte\, hatte er außerdem versucht Aftax I. mit seinem Fluchtfahrzeug zu überfahren und Dagmar M. und Jens Z. beim Versuch einen neuen Fluchtwagen zu erpressen mit Schüssen schwer verletzt. Die Anklage\, die gegen den Angreifer erhoben wurde\, listet als Tatgeschehen u.a. zweifachen Mord\, versuchten Mord in 68 Fällen\, fahrlässige und gefährliche Körperverletzung sowie räuberische Erpressung und Volksverhetzung auf. \nObwohl der Attentäter nach 26 Verhandlungstagen in einem regelrechten Mammutprozess mit 94 befragten Zeug*innen und Gutachtern sowie 23 Anwält*innen von 45 Nebenkläger*innen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt wurde\, konnte der Prozess längst nicht alle mit dem Anschlag aufgeworfenen Fragen von Betroffenen und (Zivil-)Gesellschaft klären. 5 Jahre nach dem Anschlag wollen wir das Geschehene daher in Erinnerung rufen und in einem Podiumsgespräch zumindest einige der ungeklärten Fragen wieder aufrufen: Wieso konnte ein Attentäter über 15 Minuten unbehelligt eine Synagoge und einen Imbiss attackieren? Wurde der Antisemitismus in Deutschland zu lange unterschätzt? Handelt es sich bei dem Attentat wirklich um die Tat eines isoliert ideologisierten Einzeltäters? Und haben die Strafverfolgungsbehörden alles in ihrer Macht Stehende getan\, um den Vorfall aufzuklären und die richtigen Schlüsse aus ihm zu ziehen? \nWir wollen unseren Blick im Podiumsgespräch aber auch auf die Perspektiven lenken\, die im medialen Spektakel um den Attentäter häufig übergangen wurden: Wie stellte sich der Anschlag aus der Sicht\, der in der Synagoge Versammelten\, dar? Welche Folgen hatte der Anschlag und das Verfahren auf die direkt Betroffenen und die jüdische Community in Deutschland – bis heute? Was half und hilft ihnen damit umzugehen? Und nicht zuletzt wie blicken sie auf das weitere Erstarken des Antisemitismus während der Corona-Pandemie und nach dem Terroranschlag der Hamas am 7. Oktober? Gibt es im Kampf gegen Antisemitismus noch Hoffnung? \nACHTUNG: abweichender Veranstaltungsort: AZ Conni \nDie Veranstaltung ist Teil der Reihe „Auseinandersetzungen mit der Gegenwart des Antisemitismus“. \nMit finanzieller Unterstützung von MONOM – Stiftung für Veränderung \nWeitere Informationen
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