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SUMMARY:Lesung: „Seit ich weiß\, dass du lebst – Liebe und Widerstand in finstersten Zeiten“ | Dresden
DESCRIPTION:Lesung aus dem Buch und biografische Notizen zur kürzlich verstorbenen Autorin Nora Goldenbogen\n\nNora Goldenbogen verstarb Ende des Jahres 2024. Unsere Verabredung mit ihr zu einer Lesung im AZ Conni konnten wir zu unserem großen Bedauern nicht mehr verwirklichen. \nWir laden euch herzlich zu einem Abend ein\, an dem wir Nora Goldenbogens Buch vorstellen und an ihr Werk und Wirken erinnern wollen. Sie war eine Dresdner Historikerin\, Autorin\, Antifaschistin und die Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden. \n„In ihrem Buch \,Seit ich weiß\, dass du lebst – Liebe und Widerstand in finstersten Zeiten’ begibt sich Nora Goldenbogen auf die Spuren der Lebensgeschichte ihrer Eltern. Ihr Vater überlebte das KZ Sachsenhausen\, ihre Mutter\, eine rumänische Jüdin\, die Verfolgung in Bukarest. Die Dresdner Historikerin zeichnet […] mit Hilfe von Briefen die bewegende Liebes- und Leidensgeschichte ihrer Eltern nach.« MDR Kultur\, 7. Dezember 2022 \n„\,Seit ich weiß\, dass du lebst’. Dieser Satz prägte\, sprachlich variiert\, vielfach den Briefwechsel meiner Eltern zwischen Juni und November 1946. Damals lebten sie tausende Kilometer getrennt voneinander und hatten gerade erst erfahren\, dass alle beide überlebt hatten.\nKennengelernt hatten sie einander 1934 im Pariser Exil – Vater\, ein deutscher politischer Emigrant\, und Mutter\, eine rumänische Jüdin\, die in Frankreich neu anfangen wollte. Ihre Ende September 1935 in Bukarest geschlossene Ehe galt als \,Rassenschande‘ und konnte als Verbrechen geahndet werden. Aufgrund einer Denunziation gerieten sie ins Visier der Gestapo in der Deutschen Gesandtschaft in Bukarest. Der nationalsozialistische Verfolgungsapparat begann zu arbeiten. Sie wurden getrennt. Erst Ende 1946 trafen sie einander in Dresden wieder.“ \n„Dies ist die Geschichte meiner Eltern Netty und Hellmut Tulatz. Ich habe mich bemüht\, sie möglichst eng an den vorhandenen historischen Quellen und Dokumenten zu erzählen. Trotzdem ist es letzten Endes meine persönliche Sicht\, die ich in diesem Buch aufgeschrieben habe. Dessen bin ich mir mittlerweile sehr bewusst. Aber vielleicht ist das generell so\, wenn man die Geschichte anderer Menschen nacherzählt. Immer wieder habe ich mich während der Arbeit an diesem Buch gefragt\, warum es mir so wichtig geblieben ist\, ihrer Geschichte nachzuspüren und sie niederzuschreiben. Zum einen hat das sehr viel mit mir selbst zu tun. Ich bemerke schon seit längerer Zeit\, wie stark ihre Lebenserfahrungen und ihre Maßstäbe auch mich geprägt haben.\nZum anderen berührt mich schon seit längerer Zeit sehr unangenehm\, wie unbarmherzig oder zumindest oberflächlich in unserem Land nicht selten die Bewertung von Lebensgeschichten erfolgt – auch in vielen Medien. Vielleicht kann dieses Buch dazu beitragen\, das zu ändern.“\nNora Goldenbogen \nDie Veranstaltung ist Teil der Reihe „Auseinandersetzungen mit der Gegenwart des Antisemitismus“ und\neine Kooperation mit dem Buchladen König Kurt und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen. \nORT: Alternatives Zentrum Conni\, Rudolf-Leonhard-Straße 39\, 01097 Dresden \nWeitere Informationen
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SUMMARY:Fachtag: Jüdisches Leben und Antisemitismus in der DDR | Wurzen
DESCRIPTION:Auf der nun schon 11. Tagung des Fachnetzwerks gegen Antisemitismus in Sachsen werden wir uns mit dem Themenkomplex „Jüdisches Leben und Antisemitismus in der DDR“ befassen. Die Veranstaltung findet am 22.05. von 9.30–16.30 Uhr in den Tagungsräumen des Netzwerkes für Demokratische Kultur e.V. in Wurzen statt. Dazu möchten wir Sie und euch herzlich einladen!  \nIn den letzten Jahren hat die Auseinandersetzung mit den Themen „Jüdisches Leben und Antisemitismus in der DDR“ deutlich zugenommen. Sie findet einerseits im Rahmen der Aufarbeitung von Biographien jüdischer Menschen statt\, andererseits als Teil der Suche nach möglichen Ursachen für das höhere Auftreten von rechtsextremen und antisemitischen Haltungen in Ostdeutschland. Insbesondere in Bezug auf den letzten Aspekt zeigen sich dabei im öffentlichen Diskurs gewisse Tendenzen\, vorschnell von bestimmten kausalen Zusammenhängen und Kontinuitäten auszugehen. Die Vorstellung\, dass die Shoah in der DDR nachlässiger aufgearbeitet und Antisemitismus weniger kritisch begegnet wurde als in der BRD\, wird teils als unmittelbare Ursache für den Antisemitismus in ostdeutschen – in expliziter Abgrenzung zu den westdeutschen – Bundesländern behauptet. Ohne einen derartigen Zusammenhang grundsätzlich absprechen zu wollen\, halten wir es für notwendig sich tiefergehender mit der ambivalenten Geschichte Jüdischen Lebens und des Antisemitismus in der DDR zu befassen.  \nWie verhalten sich beispielsweise die beiden Tatsachen zueinander\, dass einige linke Jüd*innen\, die nach dem 2. Weltkrieg mit großen Hoffnungen in die DDR remigriert waren\, tatsächlich die Möglichkeit fanden sich in dem sozialistischen Staat zu verwirklichen\, während eine Vielzahl allerdings wieder abwanderte? Oder wie ist zu bewerten\, dass es in der DDR zu weit mehr Verurteilungen ehemaliger Nazis kam als in der BRD\, gleichzeitig jedoch auch aufgrund eben des antifaschistischen Selbstverständnisses des Staates eine kritische Auseinandersetzung mit menschenfeindlichen\, konkret antisemitischen Haltungen\, innerhalb der breiten Gesellschaft erschwert wurde?  \nWir möchten uns auf der Tagung mit diesen und weiteren historischen Fragen\, aber natürlich auch mit der Relevanz all dessen für die Gegenwart beschäftigen. Wie immer freuen wir uns auch auf die Fragen und Themen\, die Sie selbst einbringen möchten und vor allem auf den gemeinsamen Austausch.  \nProgramm \nDie Tagung wird eröffnet mit einem Einführungsvortrag\, inkl. Frage- und Gesprächsrunde\, zum Schwerpunktthema von und mit Dr. Philipp Graf. Darauf folgt eine Projektvorstellungsrunde\, in der Sie die Möglichkeit haben verschiedene Vereine\, Organisationen und Projekte kennenzulernen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen werden Sie sich dann in einer Arbeitsgruppenphase vertiefend mit verschiedenen Themen befassen können.  \nEine detaillierte Übersicht über den Tagesablauf finden Sie im ebenfalls angehängten separaten Programm.  \nHinweise zur Anmeldung \nDie Tagung richtet sich primär an Akteur*innen\, die sich gegen Antisemitismus und/oder für die Stärkung und Selbstbestimmung jüdischen Lebens engagieren. Interessierte\, die sich zu diesen Themen weiterbilden möchten\, sind selbstverständlich auch herzlich willkommen. \nBitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung an\, welche der Arbeitsgruppen Sie besuchen möchten. Nennen Sie dabei bitte auch einen Zweitwunsch.  \nTeilen Sie uns weiterhin bitte mit\, ob Sie am gemeinsamen Mittagessen teilnehmen möchten. Für das Mittagessen gibt es vegetarische und vegane Optionen.  \nTagungsort \nDie Veranstaltung findet in den Tagungsräumen des Netzwerkes für Demokratische Kultur e.V.\, Domplatz 5\, 04808 Wurzen\, statt. \nSollten Sie eine Mitfahrgelegenheit benötigen oder anbieten können\, wenden Sie sich gerne an uns und wir versuchen\, einen Platz zu vermitteln.  \nDas Fachnetzwerk \nDas Fachnetzwerk gegen Antisemitismus in Sachsen – in Trägerschaft des Kultur- und Begegnungszentrums Ariowitsch-Haus e.V.\, Zentrum jüdischer Kultur in Leipzig – hat es sich zum Ziel gesetzt\, Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft\, die sich gegen Antisemitismus und für die Stärkung jüdischen Leben engagieren\, sowohl untereinander als auch mit Vertreter*innen staatlicher Institutionen sowie weiteren Interessierten zu vernetzen. Zu diesem Zweck veranstaltet das Netzwerk jährlich mehrere Fachtagungen\, die jeweils unter einem bestimmten Schwerpunktthema stehen. Weitere Informationen zum Fachnetzwerk finden Sie unter: https://fachnetzwerk-gegen-antisemitismus.de/. \nWeitere Informationen
URL:https://devtolsax.blackblog.eu/veranstaltung/fachtag-juedisches-leben-und-antisemitismus-in-der-ddr-wurzen/
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