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SUMMARY:Erinnerungsweltmeister schon von Kindsbeinen an – Erinnerungskultur und Antisemitismus im Schulkontext | Leipzig
DESCRIPTION:Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus gehört zum festen Repertoire schulischer Bildungsarbeit – zumindest auf dem Papier. In der Praxis zeigt sich jedoch: Zwischen ritualisierter Erinnerungskultur\, hohler Gedenkrhetorik und (vermutlich) wohlmeinenden\, aber letztlich entmündigenden Formen von Philosemitismus fehlt es häufig an Substanz\, Haltung und konkretem Handwerkszeug. Dieser Workshop richtet sich vor allem an Lehramtsstudierende (aber auch an alle anderen Interessierten)\, die mehr wollen als diese Phrasen. Gemeinsam werfen wir einen kritischen Blick auf die deutsche Erinnerungskultur: Wie wurde die Shoah in staatlich kuratierte Gedenkformate überführt – und was bedeutet das für jüdisches Leben heute? Welche Narrative werden in Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien tradiert? Den Einstieg bildet der Kurzfilm Masel Tov Cocktail\, der zeigt\, was es heute heißt\, jüdisch in Deutschland zu sein – in einem Land\, das sich selbst für seine Erinnerungskultur lobt\, während antisemitische Denk- und Handlungsmuster weiterhin zum Alltag gehören. Im Workshop geht es darum\, Antisemitismus in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen zu erkennen und zu reflektieren – auch mit Blick auf schulische Strukturen und pädagogische Routinen. Dabei werden Materialien und Zugänge vorgestellt\, die eine kritische Auseinandersetzung mit Antisemitismus im Unterricht ermöglichen – jenseits von Symbolpolitik. \nReferent*innen: Lena Schlutter (Projektmitarbeiterin in Demokratieprojekt im ländlichen Raum Sachsens; Themenschwerpunkte: Betroffene rechter Gewalt\, Feminismus\, Erinnerungspolitische Arbeit) und Sonja Surup (Lehrerin in Ausbildung für die Fächer Deutsch und Geschichte\, Gymnasium) \nVeranstalter*innen: Utopie und Praxis \nVeranstaltungsort: Index Leipzig \nWeitere Informationen
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SUMMARY:Herbstschule: Das Gerücht über die Anderen #4 – Die lange Geschichte von Ressentiments und Sozialchauvinismus | Dresden
DESCRIPTION:Herbstschule mit Paneldiskussionen und Workshops zu Gerechtigkeit\, Widerständen und Organisierung im Kontext von Kapitalismus\, Antisemitismus und Antiromaismus/Antiziganismus\n\nIn der Gegenwart zeigt sich durch Kürzungen im sozialen Bereich\, der  politischen Bildung und in der Daseinsfürsorge\, dass der Kapitalismus und Nationalismus sich zuspitzen und selbst in den Zentren die Armut\, der Rassismus\, der Antisemitismus und Gängelung und Gewalt zunimmt. Doch einfache Erklärungen sind gefährlich. Die Herbstschule will einen Ort bieten um sich theoretisch und praktisch zu schulen\, um nicht in verkürzten und regressivem Argumentationen zu verharren. Die Herbstschule bietet Analysen\, Reflexion und Raum für Austausch und Organisierung. \nMit Harald Hahn (Pädagoge\, Kulturschaffender und Autor/Schauspieler von »Monolog mit meinem „asozialen“ Großvater. Ein Häftling in Buchenwald «\, Berlin)\, Francis Seek (Professor*in für Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Demokratie- und Menschenrechtsbildung\, Antidiskriminierungstrainer*in\, Autor*in\, Pionierin der Klassismusforschung\, Nürnberg) und Jo Schmeiser (Künstlerin und Filmemacherin\, arbeitet an der Schnittstellen von Kunst\, Film\, Theorie und Politik. Themen wie Rassismus\, Sexismus\, Antisemitismus und das kritische Nachdenken über deren Form und Struktur sind Schwerpunkte ihrer Arbeit\, Wien) \nausführliches Programm: \nab 9:15-10 Uhr: Anmeldung \n9:30-10 Uhr: (wer will\, also fakultativ): aufwärmende Übung zum Thema Fehlerfreundlichkeit mit Harald Hahn \n10:00 Uhr: Begrüßung \n10:30-12:00 Uhr: Keynotes: Von der Gerechtigkeit oder ihrer Abwesenheit \nmit Hannah Eitel (Weiterdenken – HBS Sachsen) zu „Wie die AfD das Soziale autoritär überformt“\, Natalia Fomina (Wissenschaftlerin und Autorin) zur „Kritischen Theorie und Antiziganismus/Antiromaismus“\, Zachary Gallant (Autor und Journalist) „Zum  Mythos der Wirtschaftswunder als reine deutsche Errungenschaft und der Frage von Gerechtigkeit“\, Luis Teidelbaum (freier Journalist\, Publizist und Rechercheur) zu Obdachlosenhass und Sozialchauvinismus \n12:00-12:30 Uhr: Kaffee \n12:30-13:30 Uhr: Panel zu Organisierung mit Maja Steinhaus \n13:30-14:30 Uhr: Mittagspause \n14:30-18:00 Uhr: Workshops \nWORKSHOP 1: „Wir versuchen hier etwas aufzubauen\, willst du mittun?“ (Edith Gadawits\, 1940)\n„Ich bin nicht auf die Welt gekommen\, um wegzuschauen!“ (Rúbia Salgado\, 2017) \nTischgespräch mit historischen Objekten\, Dokumenten und Filmausschnitten von Jo Schmeiser \nBei mir zuhause habe ich eine Strickjacke der Urgroßmutter Anna Cadia von 1941\, die als Kommunistin das KZ Ravensbrück überlebt hat. Ich\nhabe einen handgeschriebenen Brief von der Oma Helma Schüpferling\, die schon vor 1938 illegale Flugblätter für die Nazis verteilt hat. Diese\nGeschichte/n haben meine Wahrnehmung und meine künstlerische Arbeit geprägt. Wir werden beim Tischgespräch Vergangenheit in die Gegenwart holen\, um uns zu inspirieren und gegen den aktuellen Rechtsruck anzugehen – lustvoll\, ernst\, lachend und streitend\, aber auf jeden\nFall gemeinsam. \nWORKSHOP 2: Was tun gegen: „Wer nicht arbeitet\, soll auch nicht Essen“?! \nEin partizipatives Bildertheater mit Harald Hahn \n„Bilder sagen mehr als Worte“ – (Augusto Boal) \nStatuen/Bildertheater ist eine theaterpädagogische Methode\, die es ermöglicht\, Inhalte auf einer sinnlichen und emotionalen Ebene zu bearbeiten. Die Sprache des Wortes wird durch die Sprache des Körpers ersetzt. Das Statuen/Bildertheater ermöglicht eine körperorientierte\,\nsinnliche und ästhetische Auseinandersetzung über die Parole  „Wer nicht arbeitet\, soll auch nicht Essen“?!. \nNach einem theaterpädagogischen „Warming Up“ werden in Kleingruppen Standbilder zu dem Umgang mit dem zunehmenden sozialchauvinismus entwickelt. Anhand der Standbilder gehen wir in eine moderierte Diskussion was wir konkret gegen die Entwertung des Menschen in einer Gesellschaft\, in dem der Wert des Menschen an die Arbeitskraft gekoppelt ist  tun können. Also\, was tun? \nTheatervorkenntnisse sind für die Teilnahme des Workshops nicht notwendig\, um an dem Workshop teil zu nehmen. Denn: Jeder Mensch ist ein Künstler oder eine Künstlerin“. \nWORKSHOP 3: Klassismus. Die vergessene Diskriminierungsform mit Francis Seek \nKlassismus bezeichnet die Diskriminierung entlang der sozialen Herkunft oder des sozialen Status. Klassismus ist – wie Sexismus oder Rassismus –  eine gesellschaftliche Unterdrückungsform und richtet sich gegen Menschen aus der Arbeiter*innen- oder Armutsklasse\, insbesondere gegen\nerwerbslose\, armutsbetroffene und wohnungslose Menschen. Der Workshop bietet eine Einführung in diese oft übersehene Form der Diskriminierung\, beleuchtet ihre Verflechtungen mit anderen Diskriminierungsformen und stellt Handlungsansätze gegen Klassismus vor. \n18:00 – 18:30 Uhr: Abschlusspanel \nORT: Goethe Institut Dresden\, Königsbrücker Str. 84\, Dresden \n\n\n\n\n\nAdresse\n\n▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung\n\n\n\nVeranstalter*in\nLandesstiftung Sachsen (Weiterdenken)\n\n\n\n\n\nWeitere Informationen & Anmeldung
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CATEGORIES:Fachtag | Konferenz
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SUMMARY:Brückenbauen – Assembly-Beirat und gesellschaftlicher Dialog für Chemnitz | Chemnitz
DESCRIPTION:Anmeldefrist: 20.10.2025 | \nEin Workshop zu Partizipation\, Vernetzung und demokratischer Strukturentwicklung\nWie können wir Chemnitz zu einer Stadt machen\, in der sich alle willkommen fühlen? Welche Ideen und Perspektiven tragen zu einem inklusiven Zusammenleben bei? Die Veranstaltungsreihe „C.munities“ lädt dazu ein\, relevante Themen wie Rassismus\, Antisemitismus\, antimuslimischen Rassismus und Fragen des Zusammenlebens gemeinsam zu diskutieren. Organisationen\, Vereine\, Initiativen\, Multiplikator:innen und interessierte Einzelpersonen aus Chemnitz und Sachsen sind herzlich willkommen\, an diesen Fragen mitzuwirken.  \nEinerseits organisieren wir einen Assembly-Beirat\, andererseits bauen wir einen gesellschaftlichen Dialogkörper und mit ihm ein überparteiliches Netzwerk für Teilhabe\, Zusammenhalt und demokratische Strukturen auf. Die Veranstaltung ist partizipativ angelegt: Die Teilnehmenden bringen eigene Erfahrungen ein\, entwickeln gemeinsam Lösungen und gestalten aktiv die zukünftige Arbeit der Assembly und die gesellschaftliche Vernetzung in Chemnitz.  \nDer Workshop bietet eine offene und geschützte Diskurskultur. Unser Ziel ist es\, marginalisierte Perspektiven sichtbar zu machen\, nachhaltige demokratische Strukturen und konstruktive Zusammenarbeit verschiedener gesellschaftlicher Gruppen zu diskutieren.  \nMethodik: Die Veranstaltung arbeitet nach den C.munities-Kommunikationsregeln von Prof. Dr. Frank Asbrock (TU Chemnitz)\, die respektvolle Diskussion und Strukturentwicklung ermöglichen.  \nEintritt frei. Anmeldung erforderlich bis 20. Oktober 2025  \nLeitung: Adam Harfouch \nDie Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt. Verdolmetschung bei Bedarf möglich (bitte bei der Anmeldung mit angeben).  \nKontakt für Rückfragen: assembly@offener-prozess.de  \nOrt\nOffener Prozess – ein Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex\nJohannisplatz 8\n09111 Chemnitz \nWeitere Informationen
URL:https://devtolsax.blackblog.eu/veranstaltung/brueckenbauen-assembly-beirat-und-gesellschaftlicher-dialog-fuer-chemnitz-chemnitz/
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SUMMARY:Gefährliches Erbe – Geschichte und Gegenwart von christlichem Antijudaismus und Antisemitismus | digital
DESCRIPTION:Anmeldefrist: 10.10.2025 | \nFür die christliche Theologie ist die kritische Auseinandersetzung mit Antisemitismus von zentraler Bedeutung für die Aufarbeitung eigener Gewalttraditionen. Christlicher Antijudaismus und Antisemitismus sind noch heute präsent und prägen gesellschaftliche und kirchliche Auseinandersetzungen.\nWelches sind die zentralen Ideologieelemente des Antijudaismus? Wie haben die Kirchen ihre Theologie nach 1945 verändert? Welche antijüdischen Stereotype sind auch heute noch in der Alltagskultur präsent\, und welche Folgen haben diese? \nDas Online-Seminar der BAG K+R soll eine Einführung geben in Geschichte und Gegenwart von christlichem Antijudaismus und Antisemitismus. Vorkenntnisse in Theologie sind nicht erforderlich. \nReferent*innen: Henning Flad\, Projektleiter BAG K+R \nModerator*innen: Annika Pohl\, Referentin BAG K+R \nVeranstalter*innen: BAG K+R \nVeranstaltungsort: online auf zoom \nAnmelden unter: https://us02web.zoom.us/j/87163428147?pwd=5BwORDmhjdL8Wu6e0dQB1b5hN7X0HU.1 bis 10.10 \nWeitere Informationen
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SUMMARY:Politischer Antisemitismus im postfaktischen Zeitalter: Formen\, Ursachen\, Kontroversen in Demokratien des 21. Jahrhunderts | Leipzig
DESCRIPTION:Keine Minderheit ist derzeit häufiger Hate Crimes und Diskriminierungen ausgesetzt als die jüdische. Kaum jemand bezeichnet sich zwar noch als „Antisemit“\, doch Antisemitismus ist mit Wucht in den öffentlichen Raum zurückgekehrt\, und dies nicht erst seit dem 7. Oktober 2023 und dem Krieg im Nahen Osten. Antisemitismus ist heute Teil eines polarisierten und verhärteten Meinungskampfes in kriselnden Demokratien geworden\, bei dem sich die Grenzen des Sagbaren in enormer Geschwindigkeit verschoben haben. Antisemitische\, verschwörungsmythische\, ethno-nationalistische und rassistische Ideologien und ‚Tickets‘ haben dabei transnational an sozialer Akzeptanz gewonnen. Sie reüssieren teils ungebremst insbesondere im sozial-medialen Raum\, während zugleich von deren Trägern beklagt wird\, man dürfe nicht mehr frei sprechen und werde verfolgt. \nDieser Vortrag\, der zugleich das neu im Nomos-Verlag erschienene Buch Politischer Antisemitismus im postfaktischen Zeitalter vorstellt\, diskutiert erstens\, welche Definitionen und kritische Begriffe von Antisemitismus für den Gegenstand sensibilisieren\, die heute in den Sozialwissenschaften kontrovers diskutiert werden. Er widmet sich zweitens den Formen und Modi\, mit denen uns Antisemitismus heute in der Gesellschaft begegnet. Drittens wird vergleichend die Frage diskutiert\, inwiefern Antisemitismus im 21. Jahrhundert wieder zum Gegenstand politischer Mobilisierungen in liberalen Demokratien geworden ist und von verschiedenen autoritären Parteien und Bewegungen politisch eingespannt wird\, wenn auch teils in camouflierten Formen. Schließlich wird untersucht\, ob sich insgesamt die politisch Gelegenheitsstrukturen für Antisemitismus in demokratischen Gesellschaften verändert haben\, welche Rolle dabei Krisen\, Krisennarrative und Desinformation im postfaktischen Zeitalter spielen und welche tradierten und neuen Faktoren zur Renaissance des Antisemitismus beitragen. \nProf. Dr. Lars Rensmann hat seit 2022 den Lehrstuhl für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Vergleichende Regierungslehre an der Universität Passau inne. Zuvor war er von 2016 bis 2022 Professor für Europäische Politik und Gesellschaft an der Rijksuniversiteit Groningen (Niederlande) und leitete das dortige Research Centre for the Study of Democratic Cultures and Politics sowie Geschäftsführender Direktor des Fachbereichs Europäische Sprachen und Kulturen. Er ist der Autor zahlreicher Veröffentlichungen im Bereich der vergleichenden Politikwissenschaft sowie der Populismus-\, Rechtsextremismus-\, Antisemitismus- und Demokratieforschung. Er war zweimal als Sachverständiger im Deutschen Bundestag\, zum Themenfeld Antisemitismus und zum Demokratiefördergesetz. Zuletzt leitete er gemeinsam mit Prof. Heiko Beyer eine umfassende empirische Dunkelfeldstudie zu „Antisemitismus in der Gesamtgesellschaft von NRW im Jahr 2024“ im Auftrag des Landes NRW. \nDer Vortrag wird veranstaltet von der Hochschulgruppe HLGA (Hochschulen Leipzig gegen Antisemitismus). \nDatum: 30.10.2025\nUhrzeit: 19:00 Uhr\nOrt: Campus Uni Leipzig\, Hörsaal 2 \nWeitere Informationen
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