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SUMMARY:„Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“ | Freiberg
DESCRIPTION:Jan Mühlstein\, Autor und Sohn einer Überlebenden des KZ Freiberg\, ist zu Gast mit seinem kürzlich erschienenen Buch \n\nAusgehend von den Erzählungen seiner Eltern\, Überlebenden von Theresienstadt und Auschwitz\, und basierend auf umfassenden Recherchen hat Jan Mühlstein seine Familienchronik „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“ verfasst. Er schildert den Wandel der jüdischen Lebenswelten in Böhmen\, der mit den Reformen des Kaisers Josef II. im ausgehenden 18. Jahrhundert beginnt und entlang der Bruchlinien der „Konfliktgemeinschaft“ verläuft\, die Tschechen und Deutschböhmen bilden. Nachgezeichnet wird so eine erfolgreiche Emanzipation der böhmischen Juden\, die mit der rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung der Juden und ihrem wirtschaftlichen Erfolg in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit ihre Vollendung erreicht und einen schrecklichen Rückfall – aber nicht ihr Ende – in der Schoa findet. Die Familiengeschichte lässt sich aber auch als eine Warnung lesen\, die Wirkmächtigkeit des scheinbar zu einer Randerscheinung geschrumpften Antisemitismus nicht zu unterschätzen. \nJan Mühlstein wird auch über die Zeit berichten\, die seine Mutter Margarete im Arbeitslager Freiberg vom Oktober 1944 bis April 1945 verbracht hat. \nJan Mühlstein wurde 1949 in Most (Brüx) in der Tschechoslowakei geboren. Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings flüchtete er 1969 nach München\, wo er sein Studium der Physik mit einer Promotion abschloss und Wirtschaftsjournalist wurde. 1995 gehörte er mit seiner Frau und seinen drei Töchtern zu den Gründern der Liberalen jüdischen Gemeinde München Beth Shalom\, deren langjähriger Vorsitzender er war. Von 1999 bis 2011 war er außerdem Vorsitzender der Union progressiver Juden in Deutschland. \nAutorengespräch mit Kathrin Krahl\, Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen. \nBüchertisch durch den Freiberger Taschenbuchladen. \nDie Veranstaltung ist kostenfrei. \nORT : Böhmisches Paradies: Stadtwirtschaft Freiberg\, Burgstraße 18\, 09599 Freiberg \nEine Kooperation zwischen Freiberg für alle\, dem Taschenbuchladen Freiberg und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen. \nAntidiskriminierungsregel\nDen Veranstaltenden ist ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander sehr wichtig. Störungen oder Beleidigungen führen zum Ausschluss aus der Veranstaltung. Die Veranstaltenden behalten sich vor\, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen\, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören\, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische\, nationalistische\, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind\, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. \nDiese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. \nWeitere Informationen
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SUMMARY:TACHELES Kurzfilmprogramm | Chemnitz
DESCRIPTION:Anlässlich des Themenjahres hat der Filmverband Sachsen ein eigenes Programm zusammengestellt\, das unterschiedliche filmische Perspektiven auf jüdisches Leben\, jüdische Geschichte und jüdische Gegenwart auslotet. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nZum Programm\n\n\nIn rund 65 Minuten entfalten die ausgewählten Filme persönliche\, künstlerische und gesellschaftliche Annäherungen an Fragen von Erinnerung\, Identität und Zugehörigkeit. Zwischen animierten Bildern\, dokumentarischen Momenten und pointiertem Spielfilm erzählen sie von den Nachwirkungen der Schoa\, von familiären und inneren Konflikten über Generationen hinweg sowie vom Spannungsfeld zwischen individueller Erfahrung und kollektiver Geschichte. \nDabei stehen nicht historische Zuschreibungen oder festgelegte Narrative im Vordergrund\, sondern subjektive Perspektiven\, emotionale Zustände und alltägliche Situationen\, die jüdisches Leben in seiner Vielfalt sichtbar machen. Das Programm bewegt sich bewusst zwischen Ernst und Ironie\, Abstraktion und konkreter Lebenswirklichkeit und lädt dazu ein\, jenseits von Klischees zuzuhören\, hinzusehen und ins Gespräch zu kommen. Es versteht sich damit als filmische Einladung\, jüdische Kultur nicht nur als historischen Bezugspunkt\, sondern als lebendige\, gegenwärtige und vielstimmige Realität wahrzunehmen. \n\n\n\n\n\n\n\n\nDie Filme\n\n\nWir sind wieder da\nRegie: Shirel Peleg | 8 min | Spielfilm | Deutschland | 2018\nDie neue Generation muss mit der Vergangenheit der alten und aussterbenden Generation umgehen lernen\, während sie versucht\, voranzuschreiten. »Wir sind wieder da« erzählt einen Moment aus dem Leben einer neuen Generation von Juden im jetzigen Deutschland. \nCompartments\nRegie: Daniella Koffler und Uli Seiss | 15 min | Animationsfilm | Deutschland | 2017\n»Compartments« erzählt die fiktive\, aber von tatsächlichen Erfahrungen inspirierte Geschichte von Netta\, einer jungen Frau aus Israel\, die auswandern möchte – ausgerechnet nach Berlin. Ihr Vater\, Sohn von Holocaust-Überlebenden\, ist entsetzt. Hin- und hergerissen zwischen quälenden Erinnerungen und den Schatten der Vergangenheit\, gefangen in kollektiven Erinnerungen\, die sich über Jahre eingeprägt haben\, kämpfen Netta und ihr Vater darum\, ihre einst enge Beziehung zu retten. Was beide bewegt\, bewahren sie in Erinnerungskästen auf. \nWie so ein lästiger Regen schweigen kann\nRegie: Jakob Werner | 5 min | Animationsfilm | Deutschland | 2021\nAls Otto Dov Kulka mit 11 Jahren den Todesmarsch von Auschwitz nach Groß-Rosen antreten musste\, sieht er einen Häftling\, der mit einem gebrochenem Bein auf Befehl des Angeklagten Baretzki liegen gelassen und wahrscheinlich erschossen wird. Anders als dieser Unbekannte Häftling\, schaffte es Kulka auf unwahrscheinliche Weise dem Tod zu entkommen. \nFeels Forever\nRegie: Ariel Elbert\, Maximiliam Neudeck | 7 min | Animationsfilm | Deutschland 2024\n»Feels Forever« ist ein Animationskurzfilm\, der die Stimmen jüdischer Frauen und FLINTA-Personen zu einer kollektiven Erzählung verdichtet. Die animierte Protagonist*in trägt ihre fragmentarischen Erfahrungen zusammen und macht sichtbar\, was viele teilen: Verletzlichkeit\, Stärke und das Ringen um Zugehörigkeit. Mit poetischen Bildern von Ariel Elbert und einem atmosphärischen Sounddesign von Maximilian Neudeck schafft der Film einen eindrucksvollen Resonanzraum für jüdische Perspektiven heute. \nMasel Tov Cocktail\nRegie: Arkadij Khaet\, Mickey Paatzsch | 31 min | Spielfilm | Deutschland 2020\nZutaten: 1 Jude\, 12 Deutsche\, 5 cl Erinnerungskultur\, 3 cl Stereotype\, 2 TL Patriotismus\, 1 TL Israel\, 1 Falafel\, 5 Stolpersteine\, einen Spritzer Antisemitismus Zubereitung: Alle Zutaten in einen Film geben\, aufkochen lassen und kräftig schütteln. Im Anschluss mit Klezmer-Musik garnieren. Verzehr: Vor dem Verzehr anzünden und im Kino genießen. 100% Koscher. \n\nIm Anschluss begrüßen wir Regisseur Uli Seis zum Gespräch \nOrt\nOffener Prozess – ein Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex\nJohannisplatz 8\n09111 Chemnitz \nWeitere Informationen & Anmeldung
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