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SUMMARY:LATCHO DIVES 2026 – 4. Leipziger Kulturfestival der Roma und Sinti | Leipzig
DESCRIPTION:LATCHO DIVES ist Romanes\, die Sprache der Roma\, und es bedeutet EIN SCHÖNER TAG. \nDas vielfältige Programm bietet viele schöne Tage mit Konzerte\, Filme\, Lesungen\, Ausstellungen und Podiumsdiskussionen rund um die Kultur der Roma und Sinti in Sachsen und darüber hinaus. \nDas nächste Kulturfestival „Latcho Dives“ wird vom 30. Mai bis zum 06. Juni 2026 stattfinden. \nDas Programm finden Sie hier. \nWeitere Informationen
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SUMMARY:„Dann sag die Wahrheit“ - Perspektiven auf den aktuellen NSU-Prozess | Chemnitz
DESCRIPTION:Am 8. Tag des 2. NSU-Prozesses konfrontierte Gamze Kubaşık\, Tochter des vom NSU ermordeten Mehmet Kubaşık\, die als Zeugin geladene Beate Zschäpe mit den Worten: \n„Dann sag die Wahrheit!“ \nDie meisten der Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit dem NSU-Komplex\, die die Bundesanwaltschaft gegen namentlich bekannte\, aber nicht in München angeklagte Personen führte\, wurden bereits eingestellt. Dass sie irgendwann wieder aufgenommen werden\, ist unwahrscheinlich. \nDer Prozess gegen Susann E. ist also der erste Prozess gegen eine Person aus dem Unterstützungsnetzwerk des NSU seit dem Münchener NSU-Prozess — voraussichtlich bleibt er aber auch der einzige. \nGemeinsam mit Michalina Boulgarides\, NSU-Watch und Antonia von der Behrens blicken wir auf den aktuellen Prozess in Dresden: Welche Fragen wurden beantwortet? Welche sind noch offen? Was kann von einem solchen Verfahren erwartet werden? \nMichalina Boulgarides ist Tochter des durch den NSU ermordeten Theodoros Boulgarides \nNSU-Watch wird von einem Bündnis aus rund einem Dutzend antifaschistischer und antirassistischer Gruppen und Einzelpersonen aus dem ganzen Bundesgebiet getragen\, die seit über einem Jahrzehnt zum Themenkomplex arbeiten und unter anderem die Prozesse kritische beobachten. \nRechtsanwältin Antonia von der Behrens war eine der Nebenklagevertreter*innen der Familie des am 4. April 2006 vom NSU in Dortmund ermordeten Mehmet Kubaşık im Münchener NSU-Prozess. \nModeration: Dean Ruddock \nOrt\nOffener Prozess – ein Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex\nJohannisplatz 8\n09111 Chemnitz \nWeitere Informationen & Anmeldung
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SUMMARY:Lesung „Extremwetterlagen. Reportagen aus einem neuen Deutschland“ | Taucha
DESCRIPTION:Wir freuen uns sehr\, zwei der Autor:innen des Buchs „Extremwetterlagen“ in Taucha begrüßen zu dürfen und freuen uns sehr auf ihre Lesung und die anschließende Diskussion. \nDer Pressetext zum Buch beginnt so: \n„Wann haben wir gemerkt\, dass wir in einem neuen Land leben? Und woran? Und wie lernen wir\, gegen den Wind zu atmen\, der sich unheilvoll zusammenbraut und mit scharfen Böen in die Lungen drückt?“ \nUnd dann geht es weiter: \n2024 startete ein ungewöhnliches literarisch-soziologisches Projekt. Mit Manja Präkels\, Tina Pruschmann und Barbara Thériault wurden drei namhafte Autorinnen als „Überland schreiberinnen“ ausgeschickt\, um die Stimmung in Ostdeutschland zu ergründen\, verborgene gesellschaftliche Brüche und Kipppunkte sichtbar zu machen. Während Manja Präkels gezielt zivilgesellschaftliche Initiativen und Brennpunkte in Brandenburg besuchte\, bereiste Tina Pruschmann mit dem Fahrrad entlegene Regionen im sächsischen Erzgebirge. Barbara Thériault heuerte als Lokaljournalistin bei einer thüringischen Zeitung an\, und Alexander Leistner folgte mentalen Entwicklungslinien\, deren Anfänge teils noch vor 1989 zu verorten sind. So entstanden literarische Reportagen über die Normalisierung rechtsextremer Strukturen und Narrative\, bedrohte Kulturvereine und Gedenkstätten\, bizarre Infrastrukturprojekte in Ruinenlandschaften. Über Menschen\, die wegsehen und schweigen\, und solche\, die tagtäglich ihr Bestes geben\, um im tobenden Sturm der Umwertung aller Werte weiter gegen den Wind zu atmen. \nWir freuen uns\, Barbara Thériault und Alexander Leistner bei uns begrüßen zu können: \n\nBarbara Thériault pendelt als Autorin und Soziologin zwischen Kanada und (Ost)Deutschland. Über ihre Arbeit in Friseursalons und Barbershops in Halle/Saale schrieb sie das mit dem Sächsischen Verlagspreis und dem Forschungspreis Ethnographie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie ausgezeichnete Buch „Abenteuer einer linkshändigen Friseurin“ (edition überland 2022).\nAlexander Leistner verantwortet an der Universität Leipzig zwei Teilprojekte des BMBF Forschungsverbundes „Das umstrittene Erbe von 1989“. Für seine Dissertation über die unabhängige Friedensbewegung in der DDR erhielt er 2016 den Max Weber Preis für Nachwuchsforschung und für sein Engagement für die gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft den Transferpreis 2025 der Universität Leipzig.\n\nWeitere Informationen zum Buch:\nAlexander Leistner\, Barbara Thériault\, Manja Präkels und Tina Pruschmann: „Extremwetterlagen. Reportagen aus einem neuen Deutschland“. Broschur\, 208 Seiten\, 22 €. ISBN 978-3-95732-630-0 \nVielen Dank für die Unterstützung:\nDiese Veranstaltung wird gefördert durch den Vereint für Demokratie Fonds – eine Initiative von ProjectTogether und der Allianz Foundation. \nDie Informationen zur Veranstaltung in Kürze:\nSonntag\, 7.6.2026\, 18 Uhr im Schloss Taucha\, Haus 10:\nLesung: „Extremwetterlagen. Reportagen aus einem neuen Deutschland“\nWir freuen uns\, die Autor:innen Barbara Thériault und Alexander Leistner zur Lesung und zum anschließenden Publikumsgespräch begrüßen zu können.\nEintritt: frei. \nWeitere Informationen
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SUMMARY:Die Lücke im Album. Wie ich die Geschichte meiner nichtjüdisch-jüdischen Familie in der NS-Zeit entdeckte. | Kamenz
DESCRIPTION:Lesung mit Christine Bücher und Einführung in die Recherche eigener Familiengeschichte \nWas haben unsere Familien in jener Zeit erlebt? Waren unsere Angehörigen Mitläufer\, Überzeugte\, Verfolgte oder Widerständige? Wer sich auf Spurensuche begibt\, stößt häufig auf Unsicherheiten\, widersprüchliche Überlieferungen und schmerzhafte Lücken. Nach dem Zweiten Weltkrieg schien in vielen Familien stillschweigend vereinbart\, über die zwölf Jahre des Nationalsozialismus nicht zu reden. Während die Menschen in Ost- und Westdeutschland neue Karrieren begannen\, war die Geschichte am familiären Esstisch tabu. Heute fragt vor allem die Enkelgeneration nach\, will verstehen. \nWollen Sie ihre Familiengeschichte kritisch hinterfragen und sich gegebenenfalls mit Verstrickungen und Mitläufertum oder auch mit Widerstand und Verfolgung auseinandersetzen? Christine Bücher\, die Autorin des Buches „Die Lücke im Album“\, berichtet über ihre eigene Familienrecherche und gibt praktische Hinweise für den Einstieg in ein anspruchsvolles\, aber lohnendes Kapitel persönlicher Erinnerungskultur. \nDr. Christine Bücher studierte an der RWTH Aachen Kunstgeschichte\, Literaturwissenschaft und Philosophie. Sie kuratiert Ausstellungen und arbeitet als Referentin im Bereich historisch-politischer Bildung u.a. am Militärhistorischen Museum der Bundeswehr. \nOrt\nKamenz\, Stadtwerkstatt-Bürgerwiese e.V.\nRosa-Luxemburg-Str. 5\n01917 Kamenz \nWeitere Informationen
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LOCATION:Landkreis Bautzen
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SUMMARY:Mobiles Kultur- und Begegnungszentrum: Jüdische Perspektiven und Antisemitismusprävention | Meißen
DESCRIPTION:Eine Veranstaltungsreihe des Ariowitsch-Haus e.V. im Rahmen des Projektes “Antisemitismus bekämpfen und jüdische Kultur stärken – Gemeinsam unterwegs für eine tolerante Gesellschaft!”\, gefördert von „Demokratie leben!“ \nMit seinem mobilen Kultur- und Begegnungsprojekt lädt das Ariowitsch-Haus dazu ein\, jüdische Perspektiven\, Gegenwart und Geschichte kennenzulernen sowie sich kritisch mit dem Thema Antisemitismus auseinanderzusetzen. Interaktive Bildungsangebote\, Musik\, Spiel und kulinarische Erlebnisse bieten die Möglichkeit für Jung und Alt\, mehr über unsere Arbeit zu erfahren und ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam mit lokalen Engagierten erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm: Konzerte\, Workshops und Stadtrundgänge – für Neugierige\, Schulklassen und alle\, die Begegnung suchen. \nAlle Veranstaltungen sind kostenlos. \nSeien Sie dabei – wir freuen uns auf Sie. \nPädagogische Angebote\nAm Montag\, den 15.06. und Dienstag\, den 16.06. bieten wir verschiedene pädagogische Angebote zur historisch-politischen Bildung an – darunter Begegnungsformate\, Angebote zur Antisemitismusprävention sowie kreative Zugänge zur Auseinandersetzung mit jüdischen Identitäten. \nUnter anderem: \n\n“Wann bin ich Mensch?” – eine Interaktive Ausstellung zum Denken und Schreiben von Anne Frank\n“Frag Nach” – Virtuelle Zeitzeugengespräche mit Überlebenden des Holocaust\n\nWir freuen uns über Ihr Interesse. Alle Angebote werden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Kontaktieren Sie uns gerne unter: erfahren@ariowitschhaus.de \n \nSonntag\, 14.06.2026\n  \nStadttour: Unterwegs auf jüdischen Spuren durch Meißen\nMeißen blickt auf eine lange jüdische Geschichte zurück. Erste Erwähnungen von Juden finden sich zu Beginn des 11. Jahrhunderts. Straßennamen wie „Jüdenberg“ weisen heute noch immer auf die mittelalterliche jüdische Bevölkerung hin. Kreuzzüge\, Ritualmordbeschuldigungen\, Vertreibungen\, Pogrome und schließlich der Holocaust führten von der Dezimierung bis hin zur Vernichtung jüdischen Lebens. Heute sind nur wenige Zeugnisse jüdischen Lebens sichtbar\, insbesondere Überreste mittelalterlicher hebräischer Grabsteine. Wir wollen uns auf eine Spurensuche zwischen Heinrichsplatz\, Markt\, Görnischer Gasse\, Neumarkt und dem Klosterhof St. Afra begeben und an die Schicksale von Meißener Jüdinnen und Juden erinnern. \n14 Uhr\nTreffpunkt: Theaterplatz\n\nAnmeldung erwünscht unter: erfahren@ariowitschaus.de \nMusikalische Lesung: “Wodka ist immer Koscher” von und mit  Küf Kaufmann\nDie dreitägige Veranstaltungsreihe zum jüdischen Leben des Ariowitsch-Haus e.V. beginnt mit einem besonderen Nachmittag: Der Autor und Liebhaber des jüdischen Humors\, Küf Kaufmann\, liest aus seinem Buch „Wodka ist immer koscher“ und begeistert mit pointierten Geschichten und feinem Witz.\nFür die musikalische Atmosphäre sorgt der Pianist Ilan Bendahan Bitton mit stimmungsvollen Beiträgen. So entsteht ein Abend voller Kultur\, Humor und Begegnung\, der den Auftakt und zugleich einen geselligen Abschluss des Literaturfests bildet.\nIm Anschluss besteht die Möglichkeit\, ein Exemplar des Buches vom Autor signieren zu lassen. \n17 Uhr\nInterkulturelle Bühne \n  \nKonzert die Damen und Herren Daffke\n»Wenn ich mir was wünschen dürfte – Lieder und Chansons der 1920er Jahre« \nMit scharfer Feder und komplexen Klängen übte Friedrich Hollaender feinsinnig Gesellschaftskritik und fing meisterhaft die Licht- und Schattenseiten des Menschseins ein.\nDie Daffkes erzählen mit den Liedern Hollaenders und einiger seiner Wegbegleiter Geschichten von großen und kleinen Schicksalen\, den Wünschen und Träumen der Menschen im Berlin der 1920er Jahre.\nWarum Daffke? Das Wort stammt aus dem Jiddischen und bedeutet\, etwas aus Trotz\, nur zum Spaß oder aus Eigensinn zu tun. Das gefiel den Berlinern: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand das Wort Eingang in die Berliner Mundart.\nIm Sommer 2014 dachten sich dann fünf Freunde (was für ein Klischee): Lasst uns eine Chanson-Band gründen. Gesagt\, getan und so wurden die Damen und Herren Daffke geboren. Die erste Tournee erfolgte noch im gleichen Sommer mit einem fulminanten Start beim Festival junger Künstler in Bayreuth\, erweitert durch Konzerte in den Heimatstädten der Daffkes. Berauscht vom glamourösen Tourneeleben wurde eine folgenschwere Entscheidung getroffen: Lasst uns das öfter machen!\nDrei abendfüllende Programme haben die Daffkes mittlerweile im Repertoire und bespielen damit die großen und kleinen Bühnen des Landes. Gastspiele führten sie unter anderem an die Volksbühne Berlin\, zum Rheingau Musik Festival\, zum Festival Mecklenburg-Vorpommern und an das Gewandhaus Leipzig.\nVier Stimmen und ein Klavier\, das sind die Daffkes. Sie erzählen Geschichten vom Leben. Mal laut\, mal leise. Immer ehrlich\, immer mit Herzblut und manchmal mit einem Tröpfchen Rum. \n        20 Uhr\nTheaterplatz  \nMontag\, 15.06.2026\nPuppentheater “Die Katze von Kampen” Figurentheater über Valeska Gert\nWer war Valeska Gert? \,\,Eine dolle Nummer\, eine hervorragende Tänzerin\, eine außergewöhnliche Frau\,” schrieb Kurt Tucholsky 1921 in der Weltbühne. Valeska Gert\, geboren 1896 in Berlin\, Tochter eines jüdischen Kaufmanns\, wurde inmitten großer\, zeitlicher Umbrüche geboren. In der Weimarer Republik international berühmt geworden durch ihre satirischen Tanznummern durch- und überlebte sie zwei Weltkriege\, die Shoah und mehrere Exilaufenthalte. \nDie Puppen- und Schauspielerinnen Bianka Drozdik und Eva Vinke möchten sich in “Die Katze von Kampen” dem allzu in Vergessenheit geratenen Leben der Ausnahme-Künstlerin Valeska Gert widmen und erwecken sie mit Hilfe einer Puppe wieder zum Leben. \nEinblicke in das aufregende Leben einer faszinierenden jüdischen Künstlerin\, von der viele Leute noch nie etwas gehört haben. Ein Leben zwischen Tanzkarriere\, Verfolgung zur Nazizeit\, Exil und Nachtklub auf Sylt. Zwei ausgebildete Puppenspielerinnen mit eigens für das Stück gebauter Puppe auf der Bühne. \nPuppentheaterstück empfohlen ab 12 Jahren.\nEine Produktion der Cammerspiele Leipzig. \n16 Uhr\nTreff 25\, Theaterplatz 4 \nPodiumsgespräch zu Jüdischen Perspektiven in der DDR und Wendezeit\nWelche Erfahrungen machten Jüdinnen und Juden in der DDR? Wie veränderte die Wendezeit das jüdische Leben in Deutschland? Diesen und weiteren Fragen widmen sich Nora Pester (Hentrich & Hentrich Verlag\, Leipzig) und Marion Kahnemann (Zeitgenössische jüdische Künstlerin\, Dresden) in einem spannenden Podiumsgespräch über Erinnerungen\, gesellschaftliche Umbrüche und persönliche Perspektiven.\nIm Mittelpunkt stehen Lebensrealitäten jüdischer Menschen zwischen Anpassung\, Identität und Neuanfang\, von der DDR-Zeit bis in die Jahre nach der Wiedervereinigung. Das Gespräch lädt dazu ein\, historische Entwicklungen aus persönlicher Sicht zu betrachten und miteinander ins Gespräch zu kommen.\nEin Abend voller Einblicke\, Erinnerungen und aktuellen Denkanstößen über jüdisches Leben in Deutschland – auch heute. \n19:00 Uhr\nGemeindehaus der St. Afra Kirchgemeinde\, Markt 10 \nDienstag\, 16.06.2026\n  \nÖffentliche Stadtführung: Stolpersteine in Meißen\nBis zum Beginn der Naziherrschaft waren die ca. 80 jüdischen Bürgerinnen und Bürger Meißens normale Glieder der Stadtgesellschaft. Einige hatten als Ärzte oder Kaufhausunternehmer hohes Ansehen. Wir machen uns auf den Weg an die Stolpersteine\, die vor ihrem ehemaligen Hauseingang eingebracht wurden. Dort wollen wir am historischen Ort an ihre Verfolgung\, Vertreibung und Vernichtung erinnern\, die mit der Reichspogromnacht 1938 begann. \n15 Uhr\nTreffpunkt: Marktplatz \nAnmeldung erwünscht unter: erfahren@ariowitschaus.de \n  \nAbschlussfest mit koscherem Essen und Wein\nZum Abschluss unserer Projekttage wollen wir gerne noch einmal mit allen Unterstützenden und Interessierten zusammenkommen und ganz im Sinne des “L’Chaim” (“Auf das Leben”) das Leben feiern. \nEröffnet und begleitet wird das Zusammenkommen durch die Rozhinkes:\nDas Rozhinkes Duo präsentiert die enorme Fülle der Stimmungen der Klezmermusik und überrascht dabei sein Publikum mit raffiniert arrangierten musikalischen Grenzgängen zwischen den Klangwelten.\nGegründet im Juni 2011 entwickelt das Ensemble seinen ganz eigenen konzertanten Klezmer-Stil und interpretiert Tanzmelodien und Lieder der Klezmorim\, die die jiddische Lebenswelt zu wundervollen berührenden Bildern verdichten. Rozhinkes steht dabei für musikalische Qualität\, leidenschaftliche Performances und künstlerische Authentizität.\nBesetzung: Samuel Seifert: Geige / Robert Herrmann: Piano (www.rozhinkes.de) \nFür das leibliche Wohl ist gesorgt. \n    ab 17 Uhr\nOpen Air\, Theaterplatz 4 \n— \nProgramm als PDF: DOWNLOAD \nWeitere Informationen
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SUMMARY:Ausstellungseröffnung & Vortrag: „FESTGEHALTEN. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945” | Dresden
DESCRIPTION:Aus dem Deutschen Reich wurden zwischen 1938 und 1945 mehr als 200.000 Menschen deportiert. Die meisten von ihnen wurden in den Vernichtungslagern ermordet\, nur wenige überlebten. Zahlreiche dieser Deportationen sind fotografisch dokumentiert. Aus fast siebzig deutschen Städten sind Bilder von Deportationen überliefert – viele weitere Aufnahmen sind möglicherweise noch unentdeckt. Das Forschungsprojekt #LastSeen sichert\, sammelt\, erforscht und veröffentlicht seit 2021 diese Fotos in einem digitalen Atlas und stellt sie für Forschungs-\, Bildungs- und Gedenkarbeit zur Verfügung. Dafür ist das Projekt schon mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Der Bildatlas des Projekts ist unter atlas.lastseen.org abrufbar. \n„Festgehalten” zeigt ausgewählte Fotografien der Deportationen von Jüdinnen und Juden\, Sinti* und Roma* sowie von Opfern der NS-„Euthanasie“. Sie zeigt auch die Täter*innen und Zuschauende\, die bei den Deportationen anwesend waren. Denn Deportationen waren sichtbar. Sie fanden am helllichten Tag statt. Viele Menschen entschieden sich\, bei der Verschleppung ihrer Nachbar*innen zuzusehen und oftmals auch mitzuwirken. \nDie Ausstellung fordert auf\, sich mit der Rolle des Publikums auseinanderzusetzen. Dies ist gerade jetzt wichtig für die deutsche Erinnerungskultur. Was bedeutet es\, wenn Menschen zuschauen\, wegschauen oder sich beteiligen\, während ihre Bekannten und Nachbar*innen verschleppt werden? Was wussten die Einzelnen\, welche persönlichen Entscheidungen trafen sie und welche individuelle Handlungsmacht hatten sie? Zwei weitere Bereiche der Ausstellung setzen sich mit der Geschichte der Deportationen und mit der Geschichte der Deportationsfotografien auseinander. \nBegleitend zur Ausstellung ermöglicht das interaktive Online-Entdeckerspiel #LastSeen historische Fotos von nationalsozialistischen Deportationen lesen und interpretieren zu lernen. Spieler*innen schlüpfen in die Rolle eines Bloggers oder einer Bloggerin und gestalten ihren persönlichen Artikel zu den historischen Fotos. Sie untersuchen die Fotos und können zusätzliche Quellen zu der Geschichte auf einem Dachboden entdecken\, die beim Lesen der Fotos helfen. \nZum Impuls-Vortrag:\nBerichte und Fotomaterial belegen immer wieder eindrücklich: Die nationalsozialistische Judenverfolgung bis hin zu Deportationen und Todesmärschen stand den Zeitgenoss*innen oft viel stärker vor Augen\, als sie sich nach der Shoah eingestehen wollten. Der Impuls zur Ausstellungseröffnung richtet den Blick konkret auf Dresden und fragt: Was sahen die Nachbarn – und was nicht? Und was hat das auch mit uns heute noch zu tun? \nDie Ausstellung wird vom 14.06.–28.06.26 im Hole of Fame zu sehen sein.\nDetails: Hole of Fame \n14.06.2026 18:00 Uhr\, Hole of Fame\, Königsbrücker Str. 39\, Dresden \nWeitere Informationen
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SUMMARY:GEDENKSTÄTTENSEMINAR – zur Erinnerung an die NS-Patient:innenmorde | Dresden & Brandenburg
DESCRIPTION:Zu Gast in der Villa Fohrde in Brandenburg \nGeschichte erleben\, gemeinsam verstehen: Im Zentrum unserer Bildungsfahrt steht der Besuch der Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg an der Havel – mit einer inklusiven Führung von Menschen mit Lernschwierigkeiten für alle. Wir erfahren\, was damals geschah und sprechen darüber\,wie Ausgrenzung und Diskriminierung auch heute noch entstehen. Im Austausch mit Anderen blicken wir auf unser eigenes Bild von Behinderung und wie wir miteinander umgehen. Drei Tage Bildungszeit in einem nachhaltigen Bildungshaus an der Havel. \n\nLeichte Sprache: \n\nBei der Bildungsfahrt besuchen wir die Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg an der Havel.\nEuthanasie bedeutet\, man tötet absichtlich Menschen\, die krank oder behindert sind.\nDie Führung machen Menschen mit Lernschwierigkeiten.\nWir lernen\, was damals geschah. Und wir sprechen über Ausgrenzung\, nur weil jemand anders ist.\nDie Fahrt dauert drei Tage.\nWir übernachten in einem nachhaltigen Bildungshaus.\n\nEin Angebot in Kooperation mit der Villa Fohrde. \n\nTag 1 \n\nAnreise ab Dresden\n„Gutes Klima für alle“: Wie wollen wir miteinander umgehen?\nThematischer Einstieg in die Geschichte des Nationalsozialismus unter Einbeziehung der Patient:innenmorde\nVorbereitung auf den Besuch der Gedenkstätte\n\nTag 2 \n\nTages-Workshop zum Thema „NS-Patient:innenmorde“ in der Gedenkstätte\nWorkshop in der Gedenkstätte Teil II – Vertiefung ausgewählter Themen\n\nTag 3 \n\nNachbereitung des Gedenkstättenbesuchs\nVon den Patient:innenmorde zur Zeit des Nationalsozialismus bis zur Selbstbestimmt-Leben-Bewegung von Menschen mit Behinderung\nAbschluss und Evaluation des Seminars\nAbreise nach Dresden\n\nOrt/Treffpunkt\n\nStart im Herbert-Wehner-Bildungswerk\nDevrientstr. 7\nDresden 01067 \n\nPreis\n\n180\,- €\n155\,- € für Mitglieder im Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk\nEinzelzimmerzuschlag ca. 40\,00 €  \n\n\nUnterkunft:\nVilla Fohrde\, Havelsee\, August-Bebel-Straße 42\, 14798 Havelsee \n\nDie Reise startet und endet in Dresden\, Zustiege entlang der Fahrtroute sind auf Anfrage möglich. Auch die eigene Anreise ist möglich. \n\nTeilnahmebedingungen | Infos zum barrierefreien Zugang \n\nAnmeldeformular öffnen \nWeitere Informationen
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SUMMARY:19. Wanderseminar auf den Spuren der Roten Bergsteiger*innen | Sächsische Schweiz
DESCRIPTION:In diesem Jahr steht die Geschichte des Naturfreunde-Vereins im Zentrum unseres Seminars. Damit verbunden ist selbstverständlich eine Zusammenarbeit\, auf die wir sehr gespannt sind. Seid also gern dabei … wir freuen uns auf euch! \nDie Anmeldung beginnt voraussichtlich Ende Januar/Anfang Februar. \n\n\nAlle Daten\n\n\nVon Freitag\, 19. Juni 2026 17:30 bis Sonntag\, 21. Juni 2026 15:30\n\nWeitere Informationen
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SUMMARY:Workshop „Breslauer\, Seymour\, Unbekannt. Zeitzeugen mit Kamera“ | Leipzig
DESCRIPTION:Anmeldefrist: 08.06.2026 | \nRudolf Werner Breslauer\, David Robert Seymour\, Unbekannt – zwei Namen\, ein Namenloser\, drei Menschen\, deren\nSchicksal mit Leipzig und der NS-Zeit verbunden ist\, mit der jüdischen Geschichte der Stadt. Alle drei verbindet auch\,\ndass sie fotografierten und filmten\, dass sie Bilder und Filme machten\, die heute Zeitzeugnisse sind\, von Verfolgung\nund Flucht\, von Krieg und Widerstand. \nVom 19.06. bis 21.06. laden wir zu einem neuen Workshop ein. Nach einer Kurzeinführung in Leipzigs jüdische\nStadtgeschichte möchten wir gemeinsam mit den Teilnehmenden u.a. zu den Biografien von Breslauer und Seymour\narbeiten und uns auf die Spur eines Unbekannten begeben. Wir werden Akten und autobiografische Quellen\nauswerten und uns mit ausgewählten Fotografien\, Filmmaterial und Erinnerungen intensiv auseinandersetzen. \nZeitlich wird der Fokus auf der Zeit von 1933–1945 liegen\, da die Biografien geeignet sind verschiedene Aspekte der\nNS-Verfolgung und unterschiedliche Perspektiven darauf zu thematisieren. So war Rudolf Breslauer\, 1903 in Leipzig\ngeboren\, 1942 mit seiner Familie in das Durchgangslager Westerbork deportiert worden\, wo er\nerkennungsdienstliche Fotografien der Häftlinge anfertigen und\, ebenso gegen seinen Willen\, einen Film drehen\nmusste\, der heute zum UNESCO-Welterbe zählt. Er wurde zum unfreiwilligen Dokumentaristen des Holocaust.\nDavid Robert Seymour\, 1911 in Warschau geboren und später unter dem Pseudonym „Chim“ bekannt geworden\,\nstudierte ab 1929 an der Akademie für Graphische Künste in Leipzig und übersiedelte 1931 nach Paris\, wo er u.a.\nRobert Capa und Gerda Taro kennenlernte. 1936 ging er nach Spanien\, um die Schrecken des Bürgerkriegs zu\nfotografieren\, der Beginn seiner Arbeit als Fotoaufklärer. Mit Recherchen zu einer unbekannten Person schließlich\nwidmen wir uns an einem Beispiel dem Thema Deportationsfotos. Das einzige bekannte Bild einer Deportation aus\nLeipzig vom 10.05.1942 gehört vermutlich zu dem schmalen Fundus solcher Bilder\, die heimlich gemacht wurden\,\neine Person auf dem Foto wurde im Projekt #lastseen identifiziert. Es handelt sich um die 1998 in Warschau\ngeborene Helena Siegelberg\, die um 1908 mit ihrer Familie nach Leipzig eingewandert war. \nFotografien und Filme als Zeitzeugnisse erlangen in einer Zeit ohne lebende Zeitzeugen einen Bedeutungszuwachs\nfür die Auseinandersetzung mit dem NS\, der im Kurs mit Fragestellungen zur Rolle der Urheber\, zum Lesen und zur\nInterpretation von Bildzeugnissen allgemein und bezüglich der zunehmenden Verwendung von KI auch in der\nErinnerungskultur kritisch reflektiert wird. \nAngesprochen für den Kurs sind Interessierte (ab 16 Jahren) mit der Bereitschaft zur Teilnahme an allen drei\nKurstagen. \nWie bei allen vorhergehenden Workshops unserer Projektgruppe entstehen Kurzbiografien sowie Mikro-Hörstücke\,\ndie historische Ereignisse aus der Sicht ehemaliger Leipziger oder mit Leipzig verbundener Personen reflektieren\nund auf der Projektseite von „ReMembering Leipzig – Jüdische Lebenserinnerungen“ veröffentlicht werden. \nWorkshop-Zeiten:\nFr\, 19.06.\, 14– 18 Uhr\, Sa\, 20.06.\, 10– 17 Uhr\, So\, 21.06.\, 10– 17 Uhr \nWorkshop-Leitung: Jane Wegewitz\, Tom Weiß (EnterHistory!)\n➢ Tom Weiß ist Historiker und Religionswissenschaftler und seit 2024 Leiter der Stadtbibliothek Dessau-\nRoßlau.\n➢ Jane Wegewitz ist Kulturwissenschaftlerin\, Kunsthistorikerin und Autorin. Seit 2020 ist sie als Referentin\nder sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus tätig. \nDie Teilnehmerzahl ist begrenzt\, Anmeldungen (via E-Mail an projekt@remembering-leipzig.de) werden nach\nEingang berücksichtigt\, Anmeldeschluss ist der 08.06.2026. \nDie Teilnahme am Workshop ist kostenfrei und wird gefördert von der Stiftung Sächsische Gedenkstätten. \nWeitere Informationen
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SUMMARY:Rundgang: Queer History oder Geschlecht\, Begehren und Sexualität im Kontext von NS-Zwangsarbeit | Leipzig
DESCRIPTION:Der Rundgang widmet sich den Menschen und Themen\, die in der Erinnerung an den Nationalsozialismus und die NS-Zwangsarbeit bislang wenig Gehör fanden. Unter einem ursprünglichen Verständnis des Wortes „queer“ als „seltsam“\, „abweichend“\, „sonderbar“ oder „pervers“ wird der Blick nicht auf eine spezifische Verfolgtengruppe gerichtet – das Ziel ist vielmehr aufzeigen\, wie vielgestaltig und teilweise widersprüchlich Menschen im Nationalsozialismus verfolgt und zur Arbeit gezwungen wurden. \nNach einer kurzen Einführung zur NS-Zwangsarbeit wird ein vielfältiges Themenspektrum rund um Geschlecht\, Begehren und Sexualität betrachtet. Insbesondere queere Sexualität in Konzentrationslagern\, Zwangssterilisation\, Sex-Zwangsarbeit\, Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch\, Geburt\, Beziehungen zwischen Zwangsarbeiter*innen sowie Beziehungen zwischen Zwangsarbeiter*innen und Deutschen werden thematisiert. Dabei wird auch die Frage angerissen\, warum diese Themen in der Aufarbeitung und Erinnerung lange kaum Beachtung erfuhren. \nBeim Rundgang werden verschiedene hierfür relevante Orte besucht\, darunter die ehemalige Städtische Arbeitsanstalt in der Riebeckstraße 63\, die ehemalige Universitätskinderklinik oder der Gedenkort für die Opfer der NS-”Euthanasie” im Friedenspark. \nDetails: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig \n20.06.2026 11:00 Uhr\, Gelände der ehemaligen Städtischen Arbeitsanstalt\, Riebeckstr. 63\, Leipzig
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SUMMARY:Führung "Judenhäuser" in Leipzig 1939-1945 | Leipzig
DESCRIPTION:In dieser 90-minütigen Stadtführung wird die Geschichte ausgewählter Leipziger „Judenhäuser“ beleuchtet\, in denen Jüdinnen und Juden konzentriert wurden\, bevor sie deportiert wurden. Sie informiert über das Schicksal einzelner Personen – bekannte Geschäftsleute ebenso wie Familien\, Waisenkinder und alte Menschen – und endet mit einem Blick auf das jüdische Leben in Leipzig seit 1990. \nAnmeldung \nE-Mail: veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de \nEintritt frei \nLeitung: Dr. Eberhard Ulm \nOrt:\nGemeindesynagoge der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig (Brodyer Synagoge)\nKeilstraße 4\n04105 Leipzig  \nWeitere Informationen
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SUMMARY:Antifaschistische Allianzen gegen den Faschismus. Historische Erfahrungen und aktuelle Herausforderungen | Leipzig
DESCRIPTION:Vortrag und Gespräch mit Bernard Schmid (Autor und Rechtsanwalt) und Kerstin Köditz (ehemalige MdL Die LINKE\, VVN-BdA Sachsen e.V.)\nModeration: Volkmar Wölk (Autor) \nKann uns das historische Bündnis einer antifaschistischen Volksfront während des Faschismus\, z. B. des Front populaire in Frankreich\, politische Ansatzpunkte für aktuelle politische Herausforderungen bieten? Bernard Schmid und Kerstin Köditz diskutieren mit historischem Bezug mögliche antifaschistische Strategien. Sie ergründen Chancen und Widersprüche einer progressiven gesellschaftlichen Allianz mit dem Blick auf die diesjährigen Kommunalwahlen in Frankreich\, insbesondere vor den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern mit einer drohenden AfD-Regierung. \nEine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Büro Brüssel\, der VVN-BdA Leipzig und der RLS Sachsen \nVeranstaltungsort\nCapa-Haus\nJahnallee 61\nLeipzig\, Sachsen \nWeitere Informationen
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SUMMARY:Erzählcafé „Queeres Leben in der DDR“ | Dresden
DESCRIPTION:Dieses Erzählcafé wird mit Unterstützung der Stiftung Sächsische Gedenkstätten organisiert und ist der Auftakt einer Veranstaltungsreihe zu queerem\, sächsischem Leben in der DDR. Ziel ist es\, mit Menschen unterschiedlicher Generationen über die Handlungsspielräume queerer Personen in der DDR ins Gespräch zu kommen. Wir möchten diesen Erfahrungen mehr Raum geben und einen Austausch darüber ermöglichen. \nMit dieser Reihe rücken wir einen bislang vernachlässigten Aspekt der DDR-Aufarbeitung in den Fokus: die strafrechtliche Verfolgung\, Inhaftierung und gesellschaftliche Ausgrenzung von lsbtiaq+ (lesbischen\, schwulen\, bisexuelle\, trans*\, inter*\, a_sexuellen und queeren) in Sachsen. \nWelche direkten und indirekten Auswirkungen hatte die strafrechtliche Verfolgung von Homosexualität und die Diskriminierung von Transgeschlechtlichkeit in der DDR auf die Lebenswirklichkeit queerer Menschen? Welche organisierten Formen der Selbstbehauptung und des Widerstands waren innerhalb des Systems möglich? Wie haben sich die Spielräume queerer Menschen von der Transformationszeit bis heute verändert? \nWir blicken zurück auf Zeiten gesellschaftlicher\, rechtlicher und politischer Transformation sowie auf Fortschritte bei der Normalisierung und Institutionalisierung von Vielfalt und Antidiskriminierung. Gleichzeitig stehen wir erneut an einem gesellschaftlichen Kipppunkt\, an dem klar wird\, dass erkämpfte Rechte nicht in Stein gemeißelt sind\, sondern nach wie vor verteidigt werden müssen. \nDas Erzählcafé ist eine offene Gesprächsrunde. Alle sind eingeladen\, sich aktiv einzubringen und ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven mitzubringen. Mit dabei sind u.a.: \nDie beiden Zeitzeug*innen: \nSamirah Kenawi (geb. 1962 in Ostberlin): Mitgründerin von Gerede und Aktivistin der DDR-Frauen- und Lesbenbewegung \nNach ihrem Abitur absolvierte sie eine Tischlerinnenlehre und studierte später Holzverarbeitung an der TU Dresden. 1987 war sie an der Gründung von Gerede beteiligt. Gerede war der erste Arbeitskreis Homosexualität\, der sich regelmäßig außerhalb kirchlicher Räume im damaligen Jugendclub Scheune in der Alaunstraße traf. Allen Engagierten war klar\, dass dieser Arbeitskreis ständig unter Beobachtung durch die Stasi stand. Dieser Arbeitskreis war der Ausgangspunkt für den ersten queeren Verein in Dresden\, dem Gerede e.V.  Nach Abschluss ihres Studiums zog Kenawi zurück nach Berlin. Dort gründete sie im Rahmen des Frauenzentrums Fennpfuhl eine Frauenbibliothek und ein Frauenarchiv. Daraus entstanden 1990 die Frauenbibliothek im EWA-Frauenzentrum sowie das Archiv GrauZone\, das Dokumente der DDR-Frauen- und Lesbenbewegung bewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich macht. Für Kenawi ist diese Arbeit untrennbar mit dem Verständnis verbunden\, dass Geschichte nie isoliert betrachtet werden darf: „Die Geschichte von Emanzipationsbewegungen kann nur eingebettet in das jeweils historische Umfeld wirklich verstanden werden. Wir können aus dieser Geschichte manches für die heutigen Kämpfe lernen.“ \nHans-Jürgen Barth (geb. Hempel\, 1951 in Berlin geboren): Politischer Aktivist in der DDR\, heute Bildungsreferent in der Gedenkstätte Bautzner Straße \nNach seiner Kindheit in verschiedenen Heimen und bei Pflegeeltern absolvierte er eine Ausbildung zum Chemiefacharbeiter und studierte an der Offiziershochschule in Zittau. 1974 kam der Wendepunkt: Nach seinem Outing als schwul und der anschließenden Scheidung wurde er vom Parteisekretär diskriminiert und aus seiner Tätigkeit als Redakteur gedrängt. Nach seinem Umzug nach Dresden sah er sich zudem mit der Staatssicherheit konfrontiert. 1976 lehnte er eine Anwerbung als inoffizieller Mitarbeiter ab und stellte einen Ausreiseantrag. Am 14. April 1977 bekräftigte er dies durch eine Plakataktion auf der Prager Straße: „Ich bin kein Sklave der DDR! Ich fordere meine Ausreise aus diesem Regime\, wo es Diskriminierung\, Berufsverbote und keine Menschenrechte gibt“. Infolgedessen wurde er wegen mehrfacher „staatsfeindlicher Hetze“ verurteilt und von April 1977 bis Juni 1978 in politischer Haft (U-Haft Bautzner Straße\, Zuchthaus Cottbus\, Karl-Marx-Stadt). Im Juni 1978 wurde er von der Bundesrepublik freigekauft. Nach der Wiedervereinigung kehrte Hans-Jürgen Barth nach Dresden zurück. Heute gibt er Bildungsveranstaltungen in der Gedenkstätte Bautzner Straße und leitet den Gay-Stammtisch des Gerede e.V. Barth kann nicht nur über die gesellschaftliche Ausgrenzung als offen schwuler Mann in der DDR berichten\, sondern auch vom schwulen Dresden der 1970er Jahre. Mit seiner Arbeit ermutigt er nachfolgende Generationen\, sich selbst treu zu bleiben und zum eigenen Begehren zu stehen. \nund Wissenschaftler*in: \nBob Sieber (geb. 1998): Kulturwissenschaftler*in und Erziehungswissenschaftler*in. Interessiert sich für Gender/Queer Studies\, Kulturgeschichte und forscht zum Thema Trans* in der DDR. \n📅 29. Juni | 17 Uhr\n📍 Gedenkstätte Bautzner Straße\, Dresden (barrierefrei)\n💬 Queeres Leben in der DDR \nWeitere Informationen
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