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SUMMARY:„Erinnern heißt hinschauen“ – Open-Air-Kino und Filmgespräch: „Einhundertvier“ und „Moria Six“ | Leipzig
DESCRIPTION:Am 20. Juni wird der Leipziger Nikolaikirchhof für einen Tag zum kostenfreien Open-Air-Kino. Anlässlich des Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung bringt das Revolutionale-Projekt der Stiftung Friedliche Revolution die preisgekrönten Dokumentarfilme „Einhundertvier“ von Jonathan Schörnig und „Moria Six“ von Jennifer Mallmann in den öffentlichen Raum und lädt zum Gespräch mit Filmschaffenden über Flucht\, Menschenrechte und gesellschaftliche Verantwortung ein. \nDer Dokumentarfilm „Einhundertvier“ (Filmbeginn ab 15 Uhr) begleitet die Crew eines zivilen Rettungsschiffes auf dem Mittelmeer während eines Einsatzes\, bei dem 104 Menschen aus akuter Seenot gerettet werden. Der Film zeigt eindrücklich die lebensgefährlichen Bedingungen vieler Fluchtrouten ebenso wie das Engagement von Menschen\, die dort Verantwortung übernehmen\, wo politische Lösungen ausbleiben. \n„Moria Six“ (Filmbeginn ab 18 Uhr) erzählt die Geschichte von sechs jungen Geflüchteten\, die nach dem Brand des Camps Moria auf der griechischen Insel Lesbos unter fragwürdigen Umständen verhaftet und zu langen Haftstrafen verurteilt wurden. Drei der Angeklagten wurden erst im Frühjahr 2025 nach jahrelangen Verfahren freigesprochen. Der Film macht sichtbar\, wie schnell Menschen entrechtet und gesellschaftlich marginalisiert werden können – und stellt Fragen nach Rechtsstaatlichkeit\, Menschenrechten und gesellschaftlicher Ausgrenzung. \nBeide Dokumentarfilme geben den anonymen Zahlen und oft abstrakten Debatten über Migration konkrete Gesichter und Stimmen. Sie lassen die Menschen zu Wort kommen\, die Flucht real erleben und deren Erfahrungen sonst häufig unsichtbar bleiben. \nZwischen den Filmvorführungen führt Moderator Carsten Möller ein Gespräch u. a. mit „Einhundertvier“-Regisseur Jonathan Schörnig. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen während der Dreharbeiten sowie das Spannungsverhältnis zwischen staatlichem Handeln\, individueller Verantwortung und gesellschaftlicher Solidarität. \nDer Veranstaltungsort ist dabei bewusst gewählt: Der Nikolaikirchhof war 1989 ein zentraler Ort der Friedlichen Revolution und Ausgangspunkt gewaltfreier Proteste für Freiheit und demokratische Mitbestimmung. Auch damals spielte das Thema Flucht eine prägende Rolle. Die Veranstaltung schlägt damit eine Brücke zwischen historischen Perspektiven und aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. \nDie Revolutionale ist ein Projekt der Stiftung Friedliche Revolution zur Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements für Menschenrechte\, Demokratie und gesellschaftlichen Wandel. Ziel ist es\, mit der Friedlichen Revolution von 1989 als Basis unserer Werte Akteur*innen aus Zivilgesellschaft\, Kultur und Demokratiearbeit zu vernetzen und internationale Freiheits- und Demokratiebewegungen sichtbar zu machen. \nDiese Maßnahme wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung\, Familie\, Senioren\, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! und mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts. \nHinweis: Die Filme werden in deutscher Fassung mit deutscher Volluntertitelung gezeigt. Eintritt ist frei. \nWeitere Informationen
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