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Pogrom 91 – Nie wieder ist jetzt! | Hoyerswerda
Denkmal am Zentralpark, Ecke Straße des Friedens / Dr.-Wilhelm-Külz-Straße
Mit Blick auf das ehemalige Vertragsarbeiterwohnheim wollen wir daran erinnern, was hier vor 35 Jahren geschah. Und fragen, wie mit dem Erbe der Vergangenheit umzugehen ist.
Damals belagerte ein faschistischer Mob das Wohnheim in der Albert-Schweitzer-Straße. Steine und Brandsätze flogen in die Fenster. Hunderte von Anwohnern standen daneben und klatschten Beifall. Die Vertragsarbeiter wurden schließlich aus der Stadt und außer Landes gebracht – in ein Leben in Armut. Kaum vorstellbar dabei ist, dass gerade Schülerinnen und Schüler in Hoyerswerda nichts über das Pogrom von 1991 wissen und es in Schulen nicht oder nur wenig thematisiert wird. Die von der Kulturfabrik initiierte Arbeitsgruppe erstellte nun Schulmaterial zu den Ereignissen, das allen Lehrkräften zugänglich gemacht wird. Die verantwortliche Pädagogin Elisa Moczygemba, die Autorin Grit Lemke und der Projektkoordinator Karsten Held stellen das Projekt und erste Evaluierungsergebnisse vor, eine Schülerin berichtet von ihren Erfahrungen. Das Projekt soll auch durch Einbeziehung von Zeitzeugen zur Zivilcourage ermutigen und befähigen.
