Analyse

No more Morias – Lesbos und die europäische Abschottungspolitik

Anfang September brannte das größte europäische Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos vollständig nieder. Bilder des Großbrands, der Menschen, welche tagelang auf der Straße schliefen sowie massiver Polizeigewalt gegen Schutzsuchende gingen um die Welt. Moria, berüchtigt für seine unmenschlichen Lebensbedingungen, ist zum Symbol europäischer Abschreckungspolitik an den Außengrenzen geworden. Das Medienprojekt Dunya Collective und der Sächsische Flüchtlingsrat e.V. veröffentlichen ihre gemeinsame Broschüre „No more Morias – Lesbos und die europäische Abschottungspolitik„. Der analytische Bericht fasstgesammelte Erfahrungen und monatelange Vor-Ort-Recherchen zusammen und setzt sie in einen politischen Kontext. Ergänzt wird der Text durch die ebenfalls vor Ort entstandenen Zeichnungen.

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Materialien

Politour: Broschüre zu „digitalen Stadtrallyes“ erschienen

Das Projekt „Poli-Tour“ motivierte in seiner Projektlaufzeit von Mai 2018 bis August 2020 Kinder und Jugendliche dazu, sich mit ihrem Lebensumfeld auseinanderzusetzen und dieses mitzugestalten. Die Erkundung des eigenen Umfeldes wurde verbunden mit der Erstellung digitaler Stadttouren mit der App „Actionbound“. Stolz präsentiert der Politische Jugendring Dresden e.V. nun auch die Projektbroschüre, die sich an pädagogische Fachkräfte in der Schule oder der außerschulischen Jugendarbeit richtet. Leicht nachvollziehbar wird erklärt, wie die App Actionbound in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden kann.

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Über uns

Neu im TolSax | SAfT e.V. – Solidarische Alternativen für Taucha

Wir freuen uns total, eine neue Initiative im TolSax begrüßen zu können! Die engagierten Menschen von SAfT e.V. – Solidarische Alternativen für Taucha setzen sich für ein solidarisches und vielfältiges Miteinander in Taucha ein, einer Kleinstadt im Landkreis Nordsachsen. Mit Bildungs- und Kulturveranstaltungen will SAfT zur Belebung der demokratischen Kultur beitragen. Die Initiative informiert u.a. über rechte Symboliken und Argumentationsstrategien. Sie steht Betroffenen von rechter Gewalt in und um Taucha solidarisch zur Seite und sensibilisiert für deren Perspektive.

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Analyse

Antisemitismus in Sachsen: Für Betroffene Alltag, von Behörden häufig ignoriert – Studie des Bundesverband RIAS e.V. vorgestellt

Jüdische Sächs_innen berichten von einer häufig gleichgültigen Haltung der Mehrheitsgesellschaft gegenüber offenem Antisemitismus. Im Kontext vieler antisemitischer Vorkommnisse auf Versammlungen in Dresden wird zudem eine starke Diskrepanz zwischen der polizeilichen Statistik und den Einschätzungen der Zivilgesellschaft deutlich. Diese Bestandsaufnahme leistet die „Problembeschreibung: Antisemitismus in Sachsen“ des Bundesverbands RIAS e.V..

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Materialien

gedenkplaetze.info: Neuer Bereich Täter*innenspuren freigeschaltet

Im Zuge des Gedenkens an die Zerstörung der Stadt Dresden am 13. Februar 2021 und dem zehnjährigen Bestehens des Mahnganges Täter*innenspuren, haben Mitglieder der AG Erinnungskultur des Initiators des Mahngangs, dem Bündnis „Nazifrei! Dresden stellt sich quer“ die Beiträge der vergangenen Jahre überarbeitet und auf der Plattform online gestellt. Damit wird die Kategorie der Täter*innenschaft dem Projekt gedenkplaetze.info des AKuBiZ e.V. hinzugefügt. Der Mahngang nutzt bereits die Erweiterung, mit der dank der großartigen Arbeit des afeefa Kollektivs aus Dresden nun auch Wege und Strecken dargestellt werden können.

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Materialien

Neue Broschüre zu rechtsterroristischen Online-Subkulturen und Gegenstrategien

“Er hat sich im Internet radikalisiert“ – was heißt das eigentlich, wenn wir das über rechtsextreme Attentäter sagen? In plattformübergreifenden Online-Netzwerken hat sich eine rechtsterroristische Subkultur entwickelt, die popkulturelle Elemente adaptiert und sich eigener Codes, Bilder und Sprache bedient. Vor allem Jugendliche finden über diese Netzwerke den direkten Weg in den gewaltbereiten Teil der Szene, ohne zuvor persönliche Kontakte zu Rechtsextremen zu haben. Doch diese rechtsterroristischen Netzwerke sind nicht nur ein Fall für Sicherheitsbehörden, sondern auch für die Zivilgesellschaft und die pädagogische Prävention – gerade, wenn es um Jugendliche geht. Denn Veränderungen im (Online-)Verhalten fallen immer noch am meisten im direkten Umfeld auf – wenn die entsprechenden Anzeichen erkannt werden. Doch was tun, wenn bei Jugendlichen in der Schule, im Freundeskreis oder in der Familie solche Interessen bemerkt werden? Mit ihrer neuen Handreichung möchte die Amadeu Antonio Stiftung genau dabei unterstützen, rechtsterroristische Tendenzen im eigenen Online-Umfeld zu erkennen. Sie gibt einen Überblick über das Phänomen und die Funktionsweise von rechtsterroristischen Online-Subkulturen und erklärt anhand von praktischen Beispielen, wie Pädagog*innen mit Jugendlichen umgehen können, bei denen sie entsprechende Affinitäten vermuten oder finden.

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Materialien

Leitfaden für die Praxis – LSBTI*-sensibler Gewaltschutz für Geflüchtete

Der vom Familien- und Sozialverein des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland e.V. herausgegebene Leitfaden richtet sich an die Mitarbeitenden der Geflüchtetenunterkünfte der Bundesländer und Kommunen. Mit konkreten Handlungsempfehlungen, Checklisten und Formulierungsvorschlägen bietet er Fachkräften Hinweise zur praktischen Umsetzung der Vorgaben zum Schutz LSBTI-Geflüchteter der deutschen „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“.

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Forderungen

Runder Tisch Migration: Soziale Arbeit mit geflüchteten Menschen massiv beschnitten

Die Unterstützungsangebote der Sozialen Arbeit mit geflüchteten Menschen wurden im sächsischen Landkreis Leipzig massiv beschnitten. Dies betrifft zum einen Ablehnungen von Fördergeldern mehrerer Projekte von etablierten Trägern, zum anderen die seit Jahresbeginn komplette Übernahme u.a. der Flüchtlingssozialarbeit durch den öffentlichen Träger der Landkreisverwaltung. Der Runde Tisch Migration kritisiert diese Entwicklung und betont, im gegenseitigen Austausch mit den verantwortlichen Stellen bleiben zu wollen. Die Mitglieder des RTM machen deutlich, dass sie nicht aufgeben werden und dass nach wie vor Hoffnung besteht, gemeinsam einen offenen und inklusiven Lebensraum im Landkreis Leipzig gestalten zu können.

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Handreichung: Politik der Zugehörigkeiten

Die Handreichung „Politiken der Zugehörigkeit: Zur Repolitisierung einer verhärteten Debatte” des Forschungsprojektes PoliLab (Universität Leipzig) bietet eine Anregung für Expert/-innen der Politischen Bildung. Darin wird das im Projekt entwickelte Format der videogestützten Gesprächswerkstatt sowie der praktische Einsatz der ‚Stimmen zur Nation‘ detailliert vorgestellt. Die Handreichung enthält methodisch-didaktische Hinweise und Vorlagen, um die im Projekt erfolgreich getesteten Methoden weiter zu verbreiten.

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5. Ausgabe Gender To Go: Feministische Krisenkompetenz

Die fünfte Ausgabe von „Gender to go“ des Genderkompetenzzentrums Sachsen beschäftigt sich mit dem Thema „Feministische Krisenkompetenz“: Die dokumentierten Inhalte sind Ergebnis des 8. Zukunftstages Sächsischer Frauen*- und Gleichstellungsprojekte, der am 6. Juli 2020 zum Thema „Gender und Corona: Feministische Krisenkompetenzen nutzen!“ digital durchgeführt wurde. Unter feministischer Perspektive kann festgehalten werden, dass die Krise im Pandemie-Jahr 2020 Frauen* überproportional belastet hat.

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Materialien

Demokratie verteidigen: Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der AfD

Die Amadeu Antonio Stiftung möchte mit der Handreichung „Demookratie verteidigen. Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der AfD“ all jene unterstützen, die von Angriffen der AfD betroffen sind, und Engagierten in Zivilgesellschaft, Medien, Kunst, Parlamenten, Bildung und anderen Bereichen Informationen und Handlungsempfehlungen für die Auseinandersetzung mit der radikalen Rechten an die Hand geben. Denn es geht nicht nur um einen Meinungsstreit, sondern um die Verteidigung der offenen Gesellschaft und des demokratischen Miteinanders.

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Analyse

“blickpunkt.rechts” 2020 – Keine Förderung für FAIR Projekt

Die gesellschaftlichen Einschränkungen, die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ergriffen wurden, gingen einher mit dem Bedürfnis unzähliger Menschen die Pandemie und deren Auswirkungen zu leugnen. Die Verbreitung von und die Zustimmung zu Verschwörungserzählungen, Antisemitismus und Demokratiefeindlichkeit sind allgegenwärtig. Ein aufklärendes Gegengewicht zu dieser Ideologieproduktion ist wichtig. Daher ist die Veröffentlichung der vorliegenden Chronik „blickpunkt.rechts“ von umso größerer Bedeutung. Sie soll aufklären, informieren und zum Austausch anregen. Herausgeber_in ist das Projekt FAIR – Fit gegen Antisemitismus, Intoleranz und Rassismus des Treibhaus e.V. Döbeln. Es wird 2021 nicht mehr gefördert.

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Analyse

#everynamecounts: Baut mit uns ein digitales Denkmal

#everynamecounts ist eine Initiative der Arolsen Archives – mit dem Ziel den Verfolgten des Nationalsozialismus ein digitales Denkmal zu errichten. Damit auch zukünftige Generationen sich an die Namen und Identitäten der Opfer erinnern können. Es geht zudem um unsere heutige Gesellschaft. Denn der Blick zurück zeigt uns, wohin Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus führen. Erinnerung und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus folgen oft steifen Ritualen, mit denen jüngere Generationen wenig anfangen können. Die Crowdsourcing-Initiative #everynamecounts bietet einen neuen und sehr direkten Weg, sich aktiv mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und durch die Mitarbeit ein Zeichen zu setzen: für die Erinnerung an die NS-Opfer und für Respekt, Vielfalt und Solidarität.

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Materialien

Gegen das Wegschauen: Projekt „Jede/r Vierte“

Das Projekt „JEDER VIERTE“ wurde ins Leben gerufen, um zu zeigen, wie der alltägliche Antisemitismus durch eine schweigende Mehrheit mitgetragen wird. In sechs Filmen werden Geschichten von Jüdinnen und Juden aus ganz Deutschland durch Schauspieler:innen szenisch aufbereitet und erzählt. Im Anschluss kommen die „echten“ Protagonist:innen zu Wort und Antisemitismus-Experten analysieren die Situation. Damit soll gezeigt werden, welche Konsequenzen es hat wegzuschauen – und so dazu beigetragen werden, das Schweigen über den alltäglichen Antisemitismus in unserem Land zu brechen.

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Materialien

Gemeinsam gegen Muslimfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus!

In den letzten Jahren wurden von Bildungsträgern und Vereinen zahlreiche Materialien für eine präventive Arbeit zu Islam- und Muslimfeindlichkeit sowie zu antimuslimischem Rassismus entwickelt, erprobt und publiziert. Die vorliegende Materialsammlung trägt diese Materialien zusammen und stellt sie vor. Sie bietet einen Überblick entlang verschiedener Zielgruppe (Kita, Schule, Jugendarbeit) und Themenschwerpunkte und möchte so pädagogischen Fachkräften und Multiplikator*innen die Suche nach geeigneten Materialien für die Praxis erleichtern.

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Analyse

Broschüre „Abstand halten gegen rechts!“

Im Schatten der Proteste von Querdenken sowie zahlreichen Verschwörungserzählungen um die Corona-Pandemie versucht die Rechte eigene Themen und Inhalte zu setzen und erhofft sich so eine breitere Akzeptanz ihrer Ideologie. Mit der Broschüre „Abstand halten gegen rechts“ präsentiert das Kulturbüro Sachsen e.V. Beobachtungen zum Agieren der extremen Rechten in der Corona-Pandemie. Die Analysen sind unterlegt mit Beispielen aus dem Raum Leipzig. Der Träger möchte damit die Aufmerksamkeit auf das Wirken der extremen Rechten in der Pandemie lenken.

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Analyse

Neue Informationsbroschüre zum KZ-Außenlager „HASAG Leipzig“ und Audiofeature „Überleben und Widerstand im KZ-Außenlager „HASAG Leipzig“

Anlässlich des diesjährigen Internationalen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus veröffentlicht die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig eine neue Informationsbroschüre zum KZ-Außenlager „HASAG Leipzig“, dem größten Frauenaußenlager des KZ Buchenwald. Außerdem haben wir das Audiofeature Überleben und Widerstand im KZ-Außenlager „HASAG-Leipzig“ produziert. Darin zitieren wir aus den Erinnerungen von ehemaligen Insassinnen an die letzten Monate in diesem Lager. Es geht um Kälte, Hunger und Gewalt, aber auch um Solidarität, Sabotage und Widerstand.

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