bundesweit

Analyse

Zivilgesellschaft unter Druck am Beispiel von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Netzwerkarbeit zwischen (konstruktiver) Kritik und offenen Angriffen.

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist wie andere zivilgesellschaftliche Projekte immer auch Kritik und Angriffen ausgesetzt. Die neue Studie „Zivilgesellschaft unter Druck“ zeigt, dass seit dem Einzug von Rechtsextremist*innen in Bundes- und Landesregierungen auch aus den Parlamenten Angriffe erfolgen und sich die AfD geradezu abarbeitet am Courage-Netzwerk.

Weiterlesen
Informieren

[mehrsprachig] Studienangebot für Menschen mit Fluchtgeschichte im Bereich Bildende Kunst und Grafik-Design der HGB Leipzig

Seit 2016 bietet die Hochschule für Grafik und Buchkunst / Academy of Fine Arts Leipzig (HGB) mit der Akademie für transkulturellen Austausch (AtA) das bundesweit erste Studienangebot für Menschen mit Fluchtgeschichte im Bereich Bildende Kunst und Grafik-Design an, bei dem die Teilnehmer*innen regulär immatrikuliert sind. Das Programmstudium der AtA umfasst vier Semester (zwei Jahre) und bietet Menschen mit Fluchtgeschichte die Möglichkeit, sich auf ein reguläres Studium in einem der vier Diplomstudiengänge an der HGB Leipzig vorzubereiten (Buchkunst/Grafikdesign, Fotografie, Malerei/Grafik, Medienkunst). Die im Programm erbrachten Studienleistungen können auf ein späteres Studium an der HGB Leipzig angerechnet werden. Der Bewerbungszeitraum für das Wintersemester 2021/2022 startet am 14. Februar 2022 und endet am 13. April 2022.  

Weiterlesen
Materialien

Methodenheft für politische Bildner*innen und Lehrpersonen

Das Methodenheft von RAA Sachsen zur Webdokumentation „Gegen uns. Betroffene im Gespräch über rechte Gewalt nach 1990 und die Verteidigung der solidarischen Gesellschaft“ richtet sich an politische Bildner*innen und Lehrpersonen und stellt eine Möglichkeit dar, junge Menschen in ihrer Auseinandersetzung mit der Webdokumentation partizipativ und reflexiv zu begleiten. Zum Einstieg wird ein Projekttag vorgeschlagen. Zusätzlich stehen zur Vertiefung mehrere Optionen zur Verfügung, die modular zusammengesetzt werden können. Beide Formate sind für 5 bis 30 Teilnehmende ab der Jahrgangsstufe 8 im außerschulischen oder schulischen Kontext geeignet. Gegenstand dieser beiden Formate sind nicht nur die einzelnen Motive von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Das Ziel ist vielmehr, in einem partizipativen, bewertungsfreien Lernprozess das übergeordnete Prinzip und die Wirkmacht von rechter Gewalt bewusst zu machen: Es sind Individuen, die angegriffen werden und direkt oder indirekt von rechter Gewalt betroffen sind. Dabei richtet sich rechte Gewalt aber nicht ausschließlich gegen die direkt Betroffenen, sondern gegen die gesamte pluralistische Gesellschaft.

Weiterlesen
Informieren

Jetzt bewerben: Empowert Eure Community – für Euer Netz ohne Hass!

Gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) startet LOVE-Storm in diesem Jahr mit dem Projekt „Empower Communities – für euer Netz ohne Hass“. Das kostenfreie, 20-monatige Trainings- und Beratungsprogramm richtet sich an gemeinnützige Organisationen und Verbände und deren digitale Communities. Gemeinsam mit professionellen Trainer*innen entwickeln die Moderator*innen und aktive Community-Mitglieder Schutzkonzepte, um Hassangriffen im Netz zu begegnen. Die teilnehmenden Organisationen bilden so ein Solidaritäts-Netz und helfen dabei, eine gelebte Kultur der digitalen Zivilcourage zu etablieren. Bewerbungsfrist: 27. Februar 2022.

Weiterlesen
Forderungen

Erklärung der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig zum ehemaligen KZ-Außenlager „HASAG Leipzig“ in der Kamenzer Straße

Anlässlich des diesjährigen Internationalen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2022 überreicht die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig dem Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung, eine Erklärung zum ehemaligen KZ-Außenlager „HASAG Leipzig“ in der Kamenzer Straße. Die Nutzung eines früheren KZ-Geländes durch Neonazis ist ein Skandal und bagatellisiert das Leid der dort früher inhaftierten Gefangenen. Dieser Zustand ist unwürdig und nicht hinnehmbar. Mit dieser Erklärung fordert die Gedenkstätte die Stadt Leipzig zum Handeln auf.

Weiterlesen
Materialien

Das ist unser Haus. Handreichung zum Umgang mit Immobiliennutzungen durch die extreme Rechte erschienen

In den letzten Jahren häuften sich bei den Mobilen Beratungsteams des Kulturbüso Sachsen e.V. Beratungsanfragen von Initiativen, Anwohner*innen, Bürgermeister*innen, Verwaltungs-mitarbeiter*innen sowie Stadt- und Gemeinderät*innen zu Immobiliennutzungen durch die extreme Rechte. Das Wissen und die Erfahrungen der Teams liegen nun in Form der Broschüre „DAS IST UNSER HAUS. Handreichung zum Umgang mit Immobiliennutzungen durch die extreme Rechte.“ vor. Ausgehend von einer Situationsbeschreibung und einigen Praxisbeispielen sind darin Handlungsempfehlungen für die demokratische Zivilgesellschaft, für politisch Verantwortliche sowie Verwaltung/Behörden zusammengestellt.

Weiterlesen
Materialien

Studio KFS.Gespräch: Ohne Obdach

Man sieht sie nicht auf den ersten Blick: Menschen, die ohne Wohnung leben, durch soziale Netze fallen und am Ende auf sich allein gestellt sind. Corona hat ihren Alltag dramatisch verschlechtert, Platzverweise und Bußgelder gehören zur Tagesordnung. In der neuen Folge der Podcastreihe Studio KFS.Gespräch spricht das Kommunalpolitische Forum Sachsen mit Pia Jänich vom AJZ Chemnitz und Sascha Smandzik von der Wohnungsnotfallhilfe der Stadtmission Chemnitz e.V. über die Möglichkeiten als auch Grenzen der Sozialarbeit und was Kommunen tun können.

Weiterlesen
Analyse

„Corona-Proteste“ in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind Motor der Radikalisierung

Die Träger und Projekte der Mobilen Beratung aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben eine gemeinsame Einschätzung zu dem Protestgeschehen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie veröffentlicht. Die drei Bundesländer erleben derzeit eine wachsende Protestmobilisierung im Zeichen der Corona-Krise und entwickeln sich zum Motor einer bundesweiten Radikalisierung der Pandemie-Leugnerinnen-Szene.

Weiterlesen
Materialien

Leben in Gefahr. Gewalt gegen Geflüchtete in Deutschland (2021)

Bei der Publikation „Leben in Gefahr. Gewalt gegen Geflüchtete in Deutschland“ der Amadeu Antonio Stiftung handelt es sich um eine Langzeitauswertung mit grafisch aufbereiteten Übersichten zur Entwicklung in fünf Bundesländern und bundesweit über fünf Jahre. In dieser Publikation kommen Menschen zu Wort, die nach Deutschland flohen und einen Einblick geben, was sich hinter den Zahlen, die die Amadeu Antonio Stiftung seit 2015 in der Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle erhebt, verbirgt.

Weiterlesen
Analyse

BMB-Policy Paper zu Auswirkungen der Corona-Proteste

Das BMB-Policy Paper blickt umfassend auf die Auswirkungen der Corona-Protestformen im Jahr 2021 zurück und stellt eine breite Perspektive der Mobilen Beratungsteams aus den Bundesländern zusammen. Somit finden die jüngsten Protestereignisse nur schlaglichtartig Eingang in die Analyse zu den Auswirkungen der Corona-Proteste auf die Zivilgesellschaft. Ziel dieses Policy Papers ist, zur Stärkung der Zivilgesellschaft beizutragen: Wie agiert die Zivilgesellschaft angesichts der Corona-Krise, welche Möglichkeiten der Intervention hat sie im Umgang mit (aggressiven und bedrohlichen) Protesten und wie steht es um ihre Überlastung?

Weiterlesen
Forderungen

Corona-Proteste: Sachsen ist Hotspot von Pandemie und Radikalisierung – Amadeu Antonio Stiftung fordert entschlossenes Handeln von der Bundesregierung

Seit Monaten radikalisieren sich die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen in Sachsen. Die Proteste gelten als “Exportschlager” und finden in ähnlicher Form in ganz Deutschland statt. Die Amadeu Antonio Stiftung warnt vor einer neuen Entgrenzung der Proteste – vor einem Pegida 2.0, zunehmender Gewaltbereitschaft und einer wachsenden Anschlussfähigkeit von Rechtsextremen und anderen demokratiefeindlichen Gruppen an eine breite Bevölkerung.

Weiterlesen
Materialien

Halle, 09. Oktober 2019. Der Anschlag, Ereignisse, Folgen, Hintergründe. Handreichung für die Bildungsarbeit

In der neuen Publikation des NDC Sachsen und NDC Sachsen-Anhalt geht es um den Terroranschlag auf die Synagoge in Halle vom 19.10.2019. Die Handreichung zeichnet die Chronologie der Ereignisse nach, gibt Aufschluss über die antisemitische Motivlage des Täters und möchte vor allem den Betroffenen Raum für ihre Perspektive geben.

Weiterlesen
Analyse

„Erkenne die Wahrheit und löse dich aus der Manipulation“

„Querdenken“ war als soziale Bewegung in den Sommer- und Herbstmonaten 2021 nahezu zum Erliegen gekommen. Die aktuelle Situation im Verlauf der 4. Welle der Corona-Pandemie führt jedoch zu einer erneuten und verschärften Polarisierung der öffentlichen Debatte um staatliche Gegenmaßnahmen und deren Auswirkungen. Der neueste Blogbeitrag des Miteinander e.V. widmet sich der aktuellen gesellschaftliche Polarisierung und der Radikalisierung von „Querdenken“.

Weiterlesen
Materialien

Die neue Mitte? Stark im Land im Gespräch

Stark im Land hat die Herausgeber des Buches „Die neue Mitte? – Ideologie und Praxis der populistischen und extremen Rechten“ eingeladen, ihr Buch vorzustellen und aus ihrer Expertensicht Fragen zu beantworten, die den Mitarbeiter:innen der DKJS in Bezug auf die Thematik des Buches im Arbeitsalltag begegnen: Wie schaffen es rechte Akteur:innen vermehrt in die sogenannte Mitte der Gesellschaft vorzudringen? Und was sind mögliche Strategien gegen aufkommende demokratiefeindliche Tendenzen in unserer Gesellschaft? Das Gespräch ist nun als Mitschnitt auf YouTube verfügbar.

Weiterlesen
TolSax Veranstaltungen

Rückblick TolSax Konkret: Demokratiebildung als „Extremismusprävention“? am 18.11.2021

In ihrem aktuellen Buch „Extremismusprävention als polizeiliche Ordnung. Zur Politik der Demokratiebildung“ (Beltz-Juventa) untersucht Prof. Dr. Julika Bürgin (Hochschule Darmstadt, Fachbereich Soziale Arbeit) den Vorstoß der „Extremismusprävention“ in politische Bildung und demokratische Praxis. Im Mittelpunkt stehen die Strategien staatlicher Förderprogramme, die in die Autonomie freier Träger eingreifen. Auf diese Weise wird, so die These, Bildungsarbeit präventionspolitisch, und flankiert durch den Verfassungsschutz, in eine polizeiliche Ordnung eingepasst. Bürgin kritisiert insbesondere das damit verbundene verkürzte Demokratieverständnis als Element der sogenannten „wehrhaften“ Demokratie.

Bei der digitalen Veranstaltung am 18. November 2021 diskutierten 23 Teilnehmer_innen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft intensiv über die Thesen von Julika Bürgin zu dieser „Antiextremismusarchitektur“. Ihr Überblicksvortrag wurde ergänzt durch einen Kommentar des TolSax-Sprechers Sven Kaseler aus Ostsachsen.

Weiterlesen